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News vom 09. Juli 2008

Knut-Millionen: Tierpark Neumünster reicht Klage gegen Berliner Zoo ein

knutIm Streit um die Lizenzeinnahmen aus der Vermarktung des Eisbären Knut wird sich demnächst das Landgericht Berlin einschalten müssen. Noch diese Woche will der Tierpark Neumünster, der einen Teil der Einnahmen fordert, eine Auskunftsklage einreichen, wie der Tierpark-Direktor Peter Drüwa am Mittwoch mitteilte. Der Zoo Berlin sei demanch nicht an einer gütlichen Einigung interessiert gewesen. Knut sei in Berlin gut aufgehoben, es stehe allerdings für den Neumünsteraner Tierpark viel auf dem Spiel. Drüwa sagte, dass das durch die Vermarktung von Knut erwirtschaftete Geld dringend für Renovierungsarbeiten gebraucht werde.

Der Zoo Neumünster fordert einen Teil der Lizenzeinnahmen für sich, weil Knuts Vater Lars als Zuchttier von Neumünster nach Berlin ausgeliehen war. Nach Einschätzung des Tierparks Neumünster steh in der Zuchtvereinbarung, dass dem Tierpark das erste überlebende Tier zusteht. Lars wurde 1999 von Neumünster nach Berlin ausgeliehen. Am 5. Dezember 2006 ist dann Knut im Zoologischen Garten der Hauptstadt zur Welt gekommen.

Der Zoo Berlin hatte 2007 etwa 6,8 Millionen Bilanzgewinn erwirtschaftet, fast 3,2 Millionen Besucher hatte Knut. Sprecher Detlef Untermann zufolge hat der Berliner Zoo ein Rechtsgutachten vorliegen, wonach dem Zoo Neumünster keine Beteiligung an den Knut-Gewinnen zustehe. «Jetzt soll das eben ein Gericht entscheiden», so Untermann.(ddp)

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