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Küchen-Quelle durch Investorengruppe gerettet

Küchen-Quelle durch Investorengruppe gerettet © dpp

Seit 1998 zählt Küchen Quelle zur Nummer 1 unter den Anbietern

Fürth. Die Küchen-Quelle, Tochterunternehmen des insolventen Versandhändlers, ist gerettet. Die Insolvenzverwaltung berichteet am Freitag, dass die Investorengruppe Franken um die Unternehmer Alexander Fackelmann, Geschäftsführer des gleichnamigen Haushaltswarenherstellers, und Hannes Streng mit sofortiger Wirkung den gesamten Geschäftsbetrieb sowie die Marke Küchen-Quelle übernimmt.

Auf ddp-Nachfrage ergänzte ein Sprecher noch, dass auch der bisherige Chef der Sparte mit in dem neuen Unternehmen involviert sei. Über den Kaufpreis sei jedoch absolutes Stillschweigen vereinbart worden, die übertragenen Vermögenswerte und Betriebsteile entsprächen allerdings einem Jahresumsatz von 75 Millionen Euro.

Investorengruppe übernimmt 150 Mitarbeiter

Die Investorengruppe habe sich dabei gegen mehrere Bieter durchgesetzt. «Sie übernimmt bundesweit gut 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon rund 35 in der Nürnberger Zentrale», fügte Jörg Nerlich, Beauftragter des Insolvenzverwalters für den Versandhandel hinzu. 80 Beschäftigte seien bundesweit im Außendienst und Küchenaufbau tätig, weitere 35 Angestellte in den Mega-Küchen-Stores an den Standorten Amberg, Frankfurt/Main, Freiburg, Nürnberg und Regensburg. Die Übernahme der Mega-Stores erfolge gemäß entsprechenden Vereinbarungen mit den jeweiligen Vermietern, der Gläubigerausschuss habe den Verkauf genehmigt, teilte Nerlich weiter mit.

Küchen Quelle hat sich bereits seit 1998 als die Nummer 1 unter den Anbietern in Deutschland behauptet und seinen Marktanteil in den letzten Monaten sogar weiter ausgebaut. Mit dieser Sparte ist somit ein weiterer Teil des insolventen Versandhändlers verkauft. So gingen bisher die Call-Center in Cottbus und Emden an den Outsourcing-Dienstleister Walter Services aus Ettlingen, wobei rund 500 Stellen erhalten wurden. Bereits vorher war der Shoppingsender HSE24 an die Beteiligungsgesellschaft AXA Private Equity verkauft worden. Über genaue Preise wurde aber auch in diesen beiden Fällen Stillschweigen vereinbart. Die Rechte an der Marke Quelle sowie das Russland-Geschäft sicherte sich indes der frühere Konkurrent Otto.

Ungewißheit nach wie vor über Zukunft der verbliebenen 4.200 Quelle-Mitarbeiter

Nach Angaben eines Sprechers des Insolvenzverwalters laufen derzeit unter anderem noch die Verkäufe der Kundendienst-Tochter Profectis sowie der Foto-Quelle. Offen sei zum jetzigen Zeitpunkt hingegen noch, wie viele der noch verbliebenen rund 4.200 Quelle-Mitarbeiter eventuell noch vor Jahresende freigestellt werden. «Die Gespräche laufen, das wird Mitte bis Ende nächster Woche entschieden», erklärte der Sprecher. (ij/ddp)

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