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Künstliche Befruchtung: Sachsen wird sich an Kosten beteiligen

BabySachsen bezuschusst künstliche Befruchtung. Kassen zahlen maximal die Hälfte. Geburtenraten daher drastisch zurückgegangen.

Im Jahr 2004 ist das Gesundheitsmodernisierungsgesetz in Kraft getreten. Seit diesem Zeitpunkt werden künstliche Befruchtungen von den gesetzlichen Krankenkassen nur noch zur Hälfte getragen, ab der vierten Behandlung sogar gar nicht mehr. Die Konsequenz hieraus ist, dass die Zahl der Geburten nach reproduktionsmedizinischen Behandlungen seitdem um rund 50 Prozent zurückgegangen ist.

Um diesem Trend gegenzusteuern wird das Bundesland Sachsen ab März 2009 als erstes Land bundesweit staatliche Zuschüsse für künstliche Befruchtungen zahlen. Sachsens Familienministerin Christine Clauß (CDU) machte in Dresden deutlich, dass damit die Betroffenen finanziell deutlich entlastet werden.

Zukünftig müssen Paare, die sich einen Kinderwunsch durch künstliche Befruchtung erfüllen wollen, lediglich den Eigenanteil für die erste Behandlung komplett selbst tragen. Für eine zweite oder dritte Behandlung erhalten Sie einen Zuschuss von jeweils 900 Euro. Die vierte Behandlung wird sogar mit 1.600 bis 1.800 Euro bezuschusst.

Land knüpft Zuschüsse an Bedingungen

Das Land Sachsen knüpft diese Bezuschussung allerdings an einige Bedingungen. Die potenziellen Eltern müssen verheiratet sein und die Frau darf nicht älter als 40 Jahre sein. Beim Mann liegt die Altersgrenze bei 50 Jahren. Die Behandlungen müssen zudem in einer Einrichtung in Sachsen vorgenommen werden. Zudem muss der Wohnsitz des Paares mindestens seit einem Jahr im Freistaat Sachsen liegen.

Clauß zeigte sich davon überzeugt, dass mit dieser Maßnahme erreicht wird, dass sich in Sachsen jetzt wieder mehr kinderlose Paare ihren Wunsch nach einem Kind erfüllen können und werden. Sie bedauerte zugleich, dass es auf Bundesebene nicht gelungen ist, eine Verbesserung der Krankenleistungen durchzusetzen und das trotz “intensiver Bemühungen.” Sachsen sei aus diesem Grunde nun in die Offensive gegangen und man hoffe, dass anderen Länder diesem Beispiel folgen werden. (fm/dtn/Pixelio/Sonja Mahr)

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