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Letztes Teilstück der A 7 für Verkehr freigegeben

Letztes Teilstück der A 7 für Verkehr freigegeben © dpp

Tiefensee und Herrmann loben den Lückenschluss – Kritik vom Bund Naturschutz

Füssen (ddp-bay). Nach 30-jähriger Planungsgeschichte und sieben Jahren Bauzeit ist im Allgäu das letze Teilstück der Autobahn 7 für den Verkehr freigegeben worden. Der 14,6 Kilometer lange Streckenabschnitt zwischen Nesselwang und Füssen vollendet die mit insgesamt 962 Kilometern längste Autobahn Deutschlands.

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hoben am Dienstag in Füssen die Bedeutung des Lückenschlusses insbesondere für Urlauber und die Bevölkerung der Region hervor. Der Bund Naturschutz sprach dagegen von einer «Schneise in der Landschaft».

Tiefensee betonte: «Von Flensburg haben die Autofahrer von heute an bis zur österreichischen Grenze freie Fahrt.» Besonders die Bewohner und Feriengäste angrenzender Orte profitierten vom Ausbau. Sie würden von «Staus, Lärm und Abgasen deutlich entlastet.

Herrmann sagte, die Strecke zwischen Nesselwang und Füssen werde mit einer Spitzenbelastung von bis zu 35 000 Fahrzeugen pro Tag ausgelastet sein. Die Investition von 168 Millionen Euro bezeichnete er deshalb als «gut angelegtes Geld».

Der Ausbau habe auch die ökologischen Besonderheiten des Allgäus berücksichtigt, sagte der CSU-Politiker. Der 645 Meter lange Tunnel Reinertshof schütze das Landschaftsbild. Das Biotop Enzenstettener Brunnenmoos könne durch die 557 Meter lange Talbrücke erhalten bleiben. «Moderner Straßenbau und ökologische Belange müssen sich nicht widersprechen», betonte Herrmann. Auch Tiefensee sagte, der Bau habe «die einmalige Naturlandschaft des Allgäus berücksichtigt».

Der Bund Naturschutz widersprach dieser Darstellung. «Ökologisch bedeutsame Moose wurden zerstört», beklagte der Regionalreferent für Schwaben, Thomas Frey. Ein Lückenschluss werde durch den Ausbau zudem nicht erreicht, da «die Autobahn in Österreich nicht fortgesetzt wird». «Der Engpunkt hat sich also lediglich um ein paar Kilometer verlagert», sagte Frey. Aus Sicht der Naturschützer hätte der Bau einer zweispurigen Bundesstraße ausgereicht, um die Anwohner zu entlasten.

Die A 7 reicht von der dänischen bis zur österreichischen Grenze und ist damit eine wichtige Nord-Süd-Verbindung. Tiefensee kündigte an, dass die Verkehrsinfrastruktur im Freistaat weiter ausgebaut werde. «Der Straßenverkehr erhält 266 Millionen Euro aus den Konjunkturpaketen der Bundesregierung», sagte der Bundesverkehrsminister.

(ddp)

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