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News vom 27. August 2009
© dppZulassung war zum 1.Januar 2005 entzogen worden
Barum. Für die in Deutschland vom Markt verdrängte beliebte Kartoffelsorte Linda gibt es nun Hoffnung auf eine Wiederkehr. Nach zweijähriger Prüfung habe Großbritannien einem Antrag auf Neuzulassung von Linda als Pflanzkartoffel zugestimmt und zudem die Sorte in die nationale Liste für Pflanzkartoffeln aufgenommen, berichtete der Kartoffelerhaltungszüchter Karsten Ellenberg am Donnerstag in Barum (Landkreis Uelzen). Ellenberg hatte sich über mehrere Jahre für die Kultkartoffel eingesetzt. Damit sei «die Tür für Linda auch in Deutschland wieder offen».
Zum 1.Januar 2005 hatte das Lüneburger Pflanzenzuchtunternehmen Europlant die Zulassung für Linda mit der Begründung zurückgezogen, diese sei zu anfällig für Fäule und Krankheiten. Befürworter der Kartoffelsorte vermuteten allerdings, dass Europlant die Erfolgskartoffel als Konkurrenz für neue Sorten ansah und Linda nach 30 erfolgreichen Jahren darum vom Markt nehmen wollte. Daraufhin hatte sich ein Linda-Freundeskreis gegründet, der für den Erhalt der Sorte kämpft.
Bauern sollten das anbauen können, was die Kunden nachfragten und die wollen nun einmal auch weiter gerne Linda essen, erklärte der Gründer des Linda-Freundeskreises, Georg Janßen. Die Zulassung könne darüber hinaus auch positive Wirkung auf andere wertvolle Kulturpflanzensorten haben, die es ebenfalls zu erhalten gelte.
Mit der britischen Entscheidung könne Linda auch in Deutschland wieder als Pflanzgut gehandelt, vermehrt und geerntet werden, erläuterte der Anwalt des Freundeskreises, Matthias Miersch. Damit sei die Voraussetzung geschaffen, dass Linda als Speisekartoffel in den kommenden Jahren auch wieder in größeren Mengen angeboten werden kann. (kartoffelvielfalt.de) (ij/ddp)
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