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News vom 03. Februar 2010
© Michael Gottschalk/ ddpDie Mehrheit der Internetnutzer lehnt personalisierte Online-Werbung ab. Das ergab eine aktuelle Studie aus Hamburg.
Wie die aktuelle W3B-Studie des Beratungsunternehmers Fittkau & Maaß aus Hamburg – zu der knapp 127.000 deutschsprachige Internetnutzer befragt wurden – ergab, sind viele Internetnutzer von der personalisierten Online-Werbung genervt und stößt bei 50,7% von ihnen deshalb auf Ablehnung. Vor allem ältere Internet-Nutzer reagieren auf diese Form der Werbung sensibler als jüngere. Allerdings ergab die Studie auch, dass fast ebenso viele Nutzer der auf ihre Vorlieben zugeschnittenen Web-Reklame neutral gegenüberstehen – nämlich immerhin 43,7%. Für die auf sie persönlich zugeschnittene Werbung hielten nur 5,7% der Nutzer für eine feine Sache.
Zu einem ähnlichen Ergebnis kamen auch die persönlichen Produktempfehlungen, die ähnlich der personalisierten Werbung auf Cookie- und Datenbank-Technologien basieren. Über die Hälfte der Befragten – immerhin etwas mehr als 60% – hatten hier eine neutrale Einstellung. Hingegen ablehnend äußerten sich rund 24,3% der Befragten und immerhin 15,4% der Befragten finden die entsprechenden Einblendungen gut. Als Ursache für die ablehnende Haltung gab über die Hälfte der Nutzer Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes an. Die andere Hälfte, dass sie diese Form der Werbung als unangenehm empfinden und sie sich beim surfen beobachtet fühlen.
Allerdings ist damit zu rechnen, dass die Anzahl der personalisierten Online-Werbung zukünftig weiterhin ansteigen und somit auch der Negativ-Eindruck vieler Nutzer noch verstärkt wird. Für Werbetreibende und -träger bedeutet das für die Zukunft, dass sie die Gratwanderung zwischen Nutzer-Akzeptanz und Nutzer-Ablehnung zu meistern haben, damit personalisierte Online-Werbung auch weiterhin zum Erfolg führen kann.
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