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Mehrsprachige Betreuung in Kita soll sich in Grundschule fortsetzen

Im Magdeburger Zoo-Kindergarten lernen die Kinder spielerisch Englisch

Aus Sicht der Sprachwissenschaftlerin Kristin Kersten sollte sich eine mehrsprachige Betreuung in Kindertagesstätten in der Grundschule fortsetzen. «Es ist wünschenswert, dass es weitergeht, da die Kinder dort nach bis zu vier Jahren eine große kommunikative Kompetenz erwerben», so Kersten, die in einem Forschungsnetzwerk den bilingualen Zoo-Kindergarten in Magdeburg betreut. Im gesamten Bundesgebiet haben sich bei einem Verein 587 bilinguale Kitas und 118 Grundschulen angemeldet, in Sachsen-Anhalt sind es jeweils drei – Tendenz steigend.

Nach den ersten Wochen in der Kita verstünden die Kinder bereits den gesamten Tagesablauf auf Englisch. «Das eigene Sprechen ist jedoch gering», erklärt die Forscherin. Tests zeigten allerdings, dass ein gutes Verständnis für Wortschatz und Grammatik erworben werde. Es gebe aber noch keine Forschungsergebnisse, ob sie auf dem erlernten Stand bleiben könnten. Zweisprachig unterrichtete Grundschulkinder könnten nach bis zu vier Jahren fließend in der Fremdsprache reden.

«Die Kinder werden in der Kita nicht unter Druck gesetzt», ergänzt die 36-Jährige. Im Zoo-Kindergarten würden sie nach dem Prinzip der Immersion betreut, das dem natürlichen Lernen sehr nah ist. «Englisch wird nebenbei gelernt, indem der Fokus auf Inhalten und Aktivitäten liegt», erzählt Kersten. Die Erzieher sprächen dabei ausschließlich in ihrer Muttersprache, also deutsch und englisch. «Die Kinder werden nicht gezwungen, Englisch zu sprechen, sondern können alles auf Deutsch sagen», unterstreicht die Wissenschaftlerin. Die neue Sprache sei aber binnen kürzester Zeit keine Hemmschwelle mehr. (ddp/ba)

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