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Mit Zertifikat bessere Diagnose von Nervenschmerzen

Nervenschmerzen können Betroffenen viel Leid bereiten. Um sie wirkungsvoll behandeln zu können, muss der Arzt die Intensität und die Art des Schmerzes richtig einschätzen können.

Mit einheitlichen Richtlinien und einem Zertifikat soll die Diagnose von Nervenschmerzen künftig verbessert werden. Der Deutsche Forschungsverbund Neuropathischer Schmerz (DFNS) hat nun für die sogenannte Quantitativ Sensorische Testung (QST) bestimmte Kriterien erarbeitet, die eine bessere Vergleichbarkeit sowie eine weitgehende Unabhängigkeit von beeinflussenden Faktoren garantieren.

Die QST bildet bisher die Basis für eine Therapie von Nervenleiden. Innerhalb mehrerer Tests wird dafür unter anderem das individuelle Schmerzempfinden und die Wahrnehmung von Patienten untersucht, um die Schwere des Leidens zu bestimmen. Allerdings werden die Ergebnisse unter anderem von der Mitarbeit des Kranken beeinflusst.

Daher wurden nun Normwerte unter standardisierten Bedingungen ermittelt, um einheitliche Diagnosen zu erlauben und Qualitätsstandards bundesweit zu sichern. QST-Labors müssen nun unter anderem eine bestimmte Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität aufweisen und die Anforderungen an räumliche, apparative und personelle Ausstattung erfüllen, um ein entsprechendes Zertifikat zu bekommen. Dies zeichnet qualifizierte Labore aus. Für die Patienten bedeutet dies, das Diagnosestellung und Behandlung auch bei einem Arztwechsel im Idealfall nach den selben Richtlinien erfolgen und somit mehr Kontinuität gegeben ist. mp/bp

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