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1043 Spuren und Hinweisen ging die Polizei nach
Die Mordkommission der Paderborner Polizei zur Aufklärung des Sexualmordes an der achtjährigen Kardelen ist aufgelöst worden. Am Mittwoch teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit, dass die bis zu 60-köpfige Mordkommission 1043 Spuren und Hinweisen nachgegangen war. Im Februar kam es dann aufgrund der intensiven Ermittlungen zur Festnahme des 29-jährigen mutmaßlichen Täters Ali K. in der Westtürkei.
Der Schwiegervater des Beschuldigten, der auf eigene Faust in die Türkei gefahren war und sich dort auf die Suche nach dem Flüchtigen gemacht hatte, hatte dazu den entscheidenden Hinweis auf die Festnahme gegeben.
Dem türkischen Tatverdächtigen soll in seinem Heimatland der Prozess gemacht werden. Zur Zeit befindet er sich dort in Untersuchungshaft. Laut Medienberichten bestreitet er die Tat. Den deutschen Behörden sind bei den Ermittlungen einige Fragen ungeklärt geblieben. Unter anderem konnte bisklang nicht geklärt werden, wie die Leiche des Mädchens von Paderborn zum Möhnesee im Sauerland gebracht wurde.
Die Ermittlungsakten der Mordkommission wurden der Staatsanwaltschaft Paderborn übergeben. Derzeit fehlen noch wissenschaftliche Unterlagen. Sobald diese vorliegen, sollen die Dokumente über die Generalstaatsanwaltschaft Hamm dem NRW-Justizministerium übergeben werden. Dann soll dort entschieden werden, ob eine Abgabe der Akten an die türkischen Justizbehörden erfolgen soll. Wie es heißt, haben die deutschen Behörden keinen Einfluß auf das Verfahren in der Türkei.
Mitte Januar war bdie Leiche von Kardelen am rund 60 Kilometer von Paderborn entfernten Möhnestausee gefunden worden. Offensichtlich war das Mädchen in der nur etwa 30 Meter von ihrem Elternhaus entfernten Wohnung des Tatverdächtigen missbraucht und anschließend erstickt worden. Ali K., der im Nachbarhaus von Kardelens Familie in Paderborn lebte, war kurz nach der Tat in seine Heimat, die Türkei, geflohen. (dtn/ij/ddp)
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