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News vom 04. Februar 2010
Das Unternehmen Displax hat eine neue Folie entwickelt, mit der Oberflächen zu Multitouch-Displays werden können.
Anlässlich der Integrated Systems Europe Messe in Amsterdamm stellte das portugiesische Unternehmen Displax eine neuartige Folie vor, wodurch jede nichtleitende, sogar gekrümmte Oberfläche mit bis zu drei Metern Diagonale zu einem Multitouch-Display werden kann. Basis ist eine Polymerfolie, die ursprünglich vor allem für Unternehmensanwendungen als Touchscreen-Folie entwickelt wurde. Angaben des Unternehmens zufolge wird die in Amsterdam vorgestellte Multitouch-Lösung bereits ab Juli dieses Jahres zur Auslieferung gelangen.
Aktuell werden die anzuzeigenden Inhalte noch mit einem Projektor auf die hauchdünne Polymerfolie projiziert, die dann auf Holz, Glas oder Plastik aufgebracht werden kann. Die transparente „Polymerhaut“ reagiert Herstellerangaben so präzise, dass Eingaben nicht nur per Finger, sondern sogar durch Pusten erfolgen könne. Dabei reagiert das System auf den durch die Atemluft verursachten Luftstrom anhand einer leichten elektrischen Störung. Zur Nutzung im Außenbereich könne man jedoch die Empfindlichkeit des Systems kalibrieren. Geplant sei der Einsatz dieser neuen Displax-Folie auch bei normalen LCD-Displays.
Bisher blieb noch unklar, wann erste Geräte mit der neuen ab Juli 2010 zur Verfügung stehenden Multitouch-Folie ausgestattet werden. Eigentlich ist die grundlegende Technologie recht simpel. Es handelt sich hier um eine Art kapazitiven Touchscreen, bei dem ein Gitter aus Nanodrähten in eine Polymerfolie eingebettet ist, welche wiederum auf jeder maximal 15 Millimeter dicken Oberfläche angebracht werden kann. Das portugiesische Unternehmen Displax will die Multitouch-Folie unter anderem zur Möglichkeit der Anwendung für Foto- und Videodarstellung sowie den Zugriff auf Google Maps und Soziale Netzwerke anbieten. Herstellerangaben zufolge kann das System darüber hinaus unter Windows, Linux und Mac OS X genutzt werden. In Europa laufen Angaben des Unternehmens zufolge bereits erste Pilotprojekte – beispielsweise mit großen Mobilfunkbetreibern.
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