News vom 24.08.2017

Neue Sponsoren für Borussia Mönchengladbach

Neue Sponsoren für Borussia Mönchengladbach Das mybet-Logo wird in Zukunft im Borussia Park zu sehen sein. Bildquelle: 360b – 162352784 / shutterstock.com

Nicht nur auf dem Transfermarkt war der Bundesligist in dieser Sommerpause fleißig, auch an der Sponsorenfront waren die Verantwortlichen tätig und haben neue Partnerschaften in die Wege geleitet. Für die nächsten Jahre hat sich der Traditionsverein eine Kooperation mit dem Sportwettenanbieter mybet gesichert. Darüber hinaus wird die Zusammenarbeit mit H-Hotels ausgeweitet.

Borussia Mönchengladbach hat sich mybet als Partner gesichert. Für die nächsten zwei Jahre wird der Anbieter von Sportwetten als Co-Sponsor auftreten und gleichzeitig der exklusive Sportwetten-Partner der Borussia sein. Daher wird mybet stets mit von der Partie sein, wenn die Mannschaft aus Mönchengladbach aufläuft. Zu dem Sponsoring-Paket gehört eine Reihe von Leistungen, unter anderem sind folgende Rollen vorgesehen:

• Die Bandenwerbung im Stadion
• Die Platzierung des mybet-Logos auf dem Mannschaftsbus
• Werbeauftritte innerhalb der vereinseigenen Kanäle (Print- und Social-Media, aber auch im Borussia-Club)
• Maßnahmen im TV- und Radio-Angebot
• Promotion-Optionen mit Spielern der Bundesligamannschaft

Mybet löst digibet ab

Der Direktor für Sponsoring, Catering und Events von Borussia Mönchengladbach, Guido Uhle, sagte zu der neuen Zusammenarbeit: „Wir freuen uns sehr über diese Partnerschaft mit mybet, einem Unternehmen, das seit rund 15 Jahren im Sportwettenmarkt etabliert ist.“ Besonders der Bet at Home Bonus ist einer der Vorzüge des Wettanbieters, auch für die Fans der Borussia.

Infografik mit Informationen zu Bet at Home

Grafik: Das ist der Sportwettenanbieter Bet-at-Home. Bildquelle: topnews.de

Der Vertrag mit digibet, der am Anfang der letzten Saison geschlossen wurde und eigentlich auf drei Jahre ausgelegt war, wurde indes aufgelöst. Der Anbieter mybet wird den Part des exklusiven Sportwetten-Partners übernehmen und ist für diese Rolle wahrscheinlich finanziell besser geeignet.

Mybet ist einer der wenigen deutschen Anbieter auf dem Markt, zählt aber aufgrund seines umfangreichen Angebots zu den größten Wettanbietern im Internet. Neben den wöchentlich 14.000 Sportwetten ermöglicht mybet auch die Teilnahme an Casino-Spielen und eine Reihe von Online-Games. Das Unternehmen hat in der jüngeren Vergangenheit seinen Auftritt überarbeitet und erhofft nun mit dieser Sponsoring-Offensive, neue Kunden zu akquirieren. Dass dies in Zusammenarbeit mit einem Fußball-Verein gelingen soll, überrascht kaum.

„Fußball ist mit Abstand die wichtigste Sportart, wenn es um Sportwetten geht. Nachdem unsere neu entwickelte Online-Produktplattform nun in Betrieb ist, war es für mybet deshalb an der Zeit, wieder sichtbar im Fußball-Bundesligabetrieb vertreten zu sein. In Borussia Mönchengladbach unterstützen wir einen Verein, dessen Image und Entwicklung in den vergangenen Jahren wie maßgeschneidert zu unseren Zielen passt“, sagte Markus Peuler, Vorstand der mybet Holding SE.

Der Traditionsverein aus Mönchengladbach zeige sich als moderner und international ausgerichteter Klub, der gleichzeitig seine Sympathie und die Nähe zu den Fans aber nicht verliere. Zuletzt hatte mybet eine Kooperation mit den Vereinen Fortuna Düsseldorf, Greuther Fürth und Eintracht Braunschweig in die Wege geleitet. Die Verträge liefen jedoch 2014 bzw. 2015 ohne Verlängerung aus.

Dass Partnerschaften mit Bundesligavereinen der Bekanntheit zuträglich sein können, hat vor allem das Beispiel Tipico gezeigt. Durch seine Werbeoffensive in der Bundesliga hat sich Tipico zum populärsten Anbieter in Deutschland gemausert. Partnerschaften bestanden neben der langfristigen Verpflichtung von Oliver Kahn als Testimonial mit Werder Bremen, dem VfL Bochum und dem Sportclub aus Freiburg.

Aktuell ist Tipico mit dem Hamburger SV und den Bullen aus Leipzig verknüpft. Der Wettanbieter war im Frühjahr sogar als Premium-Sponsor des DFB im Gespräch. Neben Sponsoring-Auftritten während der Spiele von der Nationalmannschaft und des DFB-Pokals war auch ein verstärktes Auftreten des Wettanbieters in der Dritten Liga Bestandteil der Verhandlungen. Allerdings hat der DFB noch einen Vertrag mit dem staatlichen Wettanbieter Oddset laufen.

H-Hotels ebenfalls neuer Partner

Die Gladbacher konnten indes noch einen weiteren Sponsoren-Deal an Land ziehen. Die H-Hotels AG wird ebenfalls neuer Co-Sponsor und in der nächsten Saison auf den Ärmeln der Fohlen-Trikots zu sehen sein. Dazu kommen Werbeflächen auf der LED-Bande und der Auswechseltafel. Auch eine Loge wird es zu Sponsoring-Zwecken für die Hotelgesellschaft geben. Ab dem zweiten Vertragsjahr wird die Zusammenarbeit zu einer Premium-Partnerschaft ausgeweitet.

Die Gesamtlaufzeit des Vertrages wurde nicht bekanntgegeben, es wird sich jedoch um eine langfristige Verbindung handeln, da die Hotelgesellschaft bereits seit November 2016 mit dem Bau eines Vier-Sterne-Hotels im Borussia-Park beschäftigt ist.

Das Hotel, das nach Fertigstellung im Jahr 2018 Platz für Fans in 131 Zimmern bieten wird, beherbergt ebenfalls das neue Vereinsmuseum „Erlebniswelt“, einen großen Fan-Shop, Arztpraxen mitsamt Reha-Zentrum und weitere Geschäftsräume. Die Eröffnung ist für den Zeitraum August bis September 2018 geplant. Bei dem Projekt ist die Borussia der Investor und trägt einen großen Teil der Baukosten, die etwa 31 Millionen Euro betragen. Die Führung des Hotels ist aber unabhängig vom Sponsoring-Deal über einen separaten Vertrag geregelt.

Stephan Schippers, Geschäftsführer von Borussia Mönchengladbach, sieht in H-Hotels dennoch einen langfristig wichtigen Partner: „Es freut uns sehr, dass wir in H-Hotels unseren strategischen Partner bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung des BORUSSIA-PARK auch für eine nachhaltige Sponsoring-Partnerschaft gewinnen konnten.“ Wenn die Hotelgesellschaft nächstes Jahr in die Premium-Partnerschaft aufsteigt, stehen sie auf Augenhöhe mit Größen wie MAN, der Deutschen Telekom, Media-Markt, AOK und AXA.

Finanziell gut aufgestellt – trotz Transferminus

Die Sommerpause hatte es bei Borussia Mönchengladbach also auf allen Ebenen in sich. Finanziell ist der Verein auch dank der neuen Partnerschaften gut aufgestellt. Ende Juli konnte die Borussia die Restschuld für den Bau des Borussia-Parks ablösen. Die größten Werbeeinnahmen generiert die Borussia natürlich über den Hauptsponsor Postbank. Das Finanzinstitut zahlt bis 2020 jährlich 6,5 bis 9 Mio. Euro, damit das Logo der Bank auf der Brust der Fohlen prangt.

Einnahmen, die der Verein auf jeden Fall benötigt, denn die Transferausgaben beliefen sich nach den Abgängen von Leistungsträgern wie Mahmoud Dahoud (für 12 Mio. zu Borussia Dortmund) und André Hahn (für 6 Mio. zum HSV) auf über 35 Mio. Euro. Matthias Ginter von Borussia Dortmund kostete 17 Mio. und Denis Zakaria von den Young Boys aus Bern schlug mit 12 Mio. Euro zu Buche. Bei den Transfers haben die Gladbacher insgesamt 9 Mio. Euro mehr ausgegeben als eingenommen. Die neuen Sponsoren-Verträge helfen da natürlich weiter.

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