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Neue Studie: Kaffee als wirksames Mittel gegen Alzheimer?

Neue Studie: Kaffee als wirksames Mittel gegen Alzheimer? © Ben Dobrunz  / pixelio.de

Es gibt wohl kein anderes Getränk, über dessen positiven und negativen Auswirkungen auf die Gesundheit die Meinungen so sehr auseinandergehen, wie bei Kaffee. Laut einer nun im Fachmagazin „Neurobiology of Aging“ veröffentlichten Studie von Wissenschaftlern der Universitäten Bonn und Lille, könnte Kaffee indes im Kampf gegen Alzheimer zu einem wirksamen Mittel werden.

Wie die deutsch-französische Forschergruppe bei einem Laborversuch herausfand, konnte mit einem koffeinähnlichen Wirkstoff die Ablagerung des sogenannten Tau-Proteins, das eines der beiden Hauptanzeichen für Alzheimer ist, gehemmt werden. Damit wurden schon länger vorhandene Hinweise darauf, dass Kaffee womöglich eine langfristige Hilfe gegen Alzheimer ist, erneut untermauert.

Laut der an der Studie beteiligten Prof. Christa Müller haben schon relativ normale Mengen Kaffee eine entsprechende positive Auswirkung. So reichen etwa drei Tassen Kaffee am Tag aus, wobei noch unklar ist, über welchen Zeitraum hinweg Kaffee in dieser Mange getrunken werden muss. Lediglich ein halbes Jahr ist Müller zufolge aber sicher nicht ausreichend, um positive Effekte zu erzielen.

Basierend auf den aus der Studie gezogenen Erkenntnissen hoffen die Wissenschaftler nun darauf, eine neue Klasse von Medikamenten gegen Alzheimer entwickeln zu können, wobei der Weg laut dem ehemalige Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie, Werner Hofmann, trotz des „ausgesprochen vielversprechenden Ansatzes “ noch sehr weit sei.

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