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© David Hecker/dapdUS-amerikanische Wissenschaftler haben möglicherweise eine neue Verhütungsmethode entdeckt, die bei Versuchen mit Ratten schon deutliche Erfolge gezeitigt hat. So ist es offenbar möglich, mit Ultraschallwellen die Spermienproduktion vorübergehend zu verringern.
Die Forscher der University of North Carolina School of Medicine unterzogen männliche Ratten einer Hodenbehandlung mittels Ultraschallwellen, die ansonsten unter anderem bei Muskelbeschwerden Anwendung findet. Wie die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift “Reproductive Biology and Endocrinology“ erläuterten, konnte die Zahl der produzierten Spermien auf den Menschen übertragen auf Unfruchtbarkeitslevel gesenkt werden.
Am effektivsten erwiesen sich zwei Behandlungen im Abstand von zwei Tagen mit jeweils 15 Minuten Dauer. Anschließend produzierten die behandelten Ratten nur noch zehn Millionen Spermien pro Milliliter. Beim Menschen liegt die Grenze zur Unfruchtbarkeit bei 15 Millionen Spermien pro Milliliter.
Allerdings ist die Verhütungsmethode noch lange nicht ausgereift, wie Studienleiter James Tsuruta einräumte: “Wir müssen in weiteren Studien herausfinden, wie lange der Verhütungseffekt andauert und ob die Methode sicher genug ist, um sie mehrmals durchzuführen.”
Eine schnelle Lösung ist also ebensowenig in Sicht wie bei der geplanten Pille für den Mann, deren Einführung im vergangenen Herbst erneut verschoben werden musste.
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