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Wissenschaftler der Universität Bonn und des Hamburger Tropeninstituts haben jetzt ein neues kostengünstiges Verfahren zur Erkennung des gefährlichen Hepatitis-C-Virus entwickelt. Das besondere an dem neuen Bluttest ist, dass er nicht so viel kostet wie herkömmliche Tests.
Tests zur Erkennung der gefährlichen Lebererkrankung Hepatitis C gibt es zwar schon viele, dass neue durch die Forscher entwickelte Verfahren ist aber deutlich günstiger als bisherige Verfahren. Somit können jetzt auch ärmere Länder ihre Blutkonserven auf die gefährliche Krankheit untersuchen. Die neue Methode kostet weniger als ein Fünftel eines handelsüblichen Hepatitis C-Tests. Eine der Hauptansteckungsquellen des Virus sind infizierte Blutkonserven.
In Europa oder den USA werden sämtliche Blutspenden standardmäßig auf Hepatitis C-Viren untersucht, ärmere Länder können es oft nicht leisten oder greifen auf ältere Tests zurück die nicht empfindlich genug sind. Den Angaben nach haben sich weltweit etwa 170 Millionen Menschen mit dem Hepatitis C Virus infiziert.
Die Hepatitis C ist eine durch das Hepatitis-C-Virus verursachte Infektionskrankheit beim Menschen. Sie zeichnet sich durch eine hohe Rate der Chronifizierung aus (bis 80 %), die im Verlauf zu schweren Leberschädigungen wie der Leberzirrhose und dem Leberzellkarzinom führen kann. Die Übertragung erfolgt parenteral über Blut; eine Therapie ist je nach Genotyp des Hepatitis-C-Virus in eingeschränkter Form möglich. Eine Impfung steht derzeit nicht zur Verfügung.
Die Forscher haben den neuen Test bereits an 127 Personen in einem Brasilianischen Labor erprobt und erzielten dabei hervorragende Erfolge. Das neue Verfahren überprüft das menschliche Erbgut entgegen der bekannten Methoden an einer anderen Stelle des DNA-Strangs. Da diese Basenpaare bisher nicht zur Diagnostik verwendet worden sind, fallen geringere Lizenzgebühren an, erklärte der Bonner Virologe Prof. Christian Drosten. Bild: Pixelio/fine-art.de
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