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Neunjähriges Kind stirbt an Meningokokken-Infektion

Familienmitglieder nahmen vorbeugend Antibiotika ein

An den Folgen einer Meningokokken-Erkrankung ist jetzt ein 9-jähriges Kind aus dem Landkreis Konstanz gestorben. Das Landratsamt teilte am Montag mit, dass das Kinder am Samstag erkrankte und in der darauffolgenden Nacht starb. Kontaktpersonen des 9-jährigen Kindes wurden von den Ärzten über die Erkrankung und möglicherweise notwendige erste Maßnahmen aufgeklärt. Familienmitglieder nahmen zur ihrer eigenen Sicherheit Antibiotika ein. Dies solle eine Weiterverbreitung der lebensbedrohlichen Erkrankung verhindern.

Meningokokken sind den Angaben zufolge Bakterien, die bei bis zu 10 Prozent der Bevölkerung im Nasen-Rachen-Raum vorkommen, ohne dass es zu großartigen Krankheitserscheinungen kommt. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch. Aus bisher noch unbekannten Gründen entwickelt ein sehr geringer Anteil der Keimträger Krankheitserscheinungen. Der häufigste und wahrscheinlichste Grund ist eine Schwäche des körpereigenen Abwehrsystems. Die Bakterien können dann eine eitrige Hirnhautentzündung oder eine Blutvergiftung verursachen.

Die Inkubationszeit beträgt normalerweise drei bis vier Tage. Erste Krankheitszeichen sind plötzliches starkes Krankheitsgefühl mit hohem Fieber, Erbrechen Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Nackensteife und Hautblutungen.(ddp/sh)

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