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Nissan beweist modellstrategische Weitsicht

Nissan beweist modellstrategische Weitsicht

Nissan hat mit dem Qashqai, der im März 2007 auf den Markt kam, Mut bewiesen. Dieser kompakte SUV (Sport Utility Vehicle) wurde als Nachfolger für den Almera auf den Markt gebracht. Seiner Zeit war der Almera in der heiß umkämpften Golf-Klasse unterwegs und 2006 schon in die Jahre gekommen. Nissan wollte für den klassischen Kompaktwagen keinen baugleichen Nachfolger auflegen.

War dies modellstrategische Weitsicht oder Zufall? Wohl kaum, die Japaner haben richtig entschieden und sich aus der Golf-Klasse rechtzeitig verabschiedet. Mit ihrem Konzept, das den Qashqai als modernes C-Segment-Modell vereint, fährt Nissan sehr erfolgreich vor. „Selbst im dritten Jahr nach der Einführung übersteigt die Nachfrage unsere Lieferkapazität. Wir hätten uns also zurücklehnen, alles beim Alten lassen und einen Verkaufsrekord nach dem anderen genießen“, glaubt Simon Thomas, Vize-Präsident Verkauf und Marketing der Nissan International SA.

Stillstand ist gleich Rückschritt, dachten sich die Modellstrategen und frischten den Qashqai für 2010 auf. Damit das praktische Modellkonzept auch weiterhin für volle Auftragsbücher sorgt, wurde jetzt der Preis gleich mal um 700 Euro gesenkt. Das Rezept für den Absatzerfolg ist nicht neu, wurde aber von Nissan frühzeitig umgesetzt. Der 4,33 Meter lange Qashqai (ab 19.490 Euro) hebt sich durch seine off-road-typische Karosserieform von den klassischen Kompaktwagen ab, zudem ist er durch seinen variablen Innenraum einwenig Kombi, die Sitzposition ist rund 150 Millimeter höher als in einer Limousine und wer möchte, bekommt den Qashqai auch mit Allradantrieb. Allerdings bestellen nur knapp 20 Prozent der Kunden in Deutschland ihren Qashqai mit dem All-Mode-4×4-Antrieb, der den Preis um 2.150 Euro erhöht. Kundenfreundlich: Wer bereits vor Wochen einen Qashqai bestellt hat, der bekommt das neue Modell und den geringeren Preis berechnet.

„Die Nachfrage nach dem Qashqai ist ungebrochen. Auch im dritten Modelljahr hat der Crossover unsere Erwartungen weit übertroffen. Mit fast 24.000 Einheiten zählte der Qashqai 2009 zu den beliebtesten Modellen der Nissan-Produktfamilie. Für uns ein Beweis, dass er eine echte Alternative zu den herkömmlichen Kompaktwagen darstellt,“ sagt Andreas Gabriel, Geschäftsführer der Nissan Center Europe GmbH. Der Qashqai soll seinen Kundenkreis vergrößern und seine Position im gehobenen C-Segment stärken. Ende 2010 bekommt Nissans Crossover mit dem neuen Juke einen weiteren SUV zur Seite, der als originelle Alternative das eher konservativen B-Segment bereichern soll. Mit der „Juke-Box“ auf Rädern will Nissan ein jüngeres Publikum ansprechen und seinen Ruf stärken, ein Unternehmen zu sein, das immer wieder etwas Neues wagt.

Der neue Nissan Juke will die Gene eines SUV und eines Sportwagens vereinen. Hier feiert auch erstmals der neue 1,6-Liter Vierzylinder-Direkteinspritzer mit Turbo-Aufladung und 190 PS (140 kW) seine Premiere. Dieses moderne 1,6i Turbo Aggregat wird es für den Nissan Juke auch in Kombination mit dem Allradantrieb und dem stufenlosen CVT-M6-Getriebe gegeben. „Der Juke ist ganz bewusst kein gewöhnliches B-Segment-Auto geworden“, sagt Nissan Europe Verkaufschef Simon Thomas. Ob der Juke an den Erfolg des Qashqai anschließen wird, bleibt (noch) eine offene Frage. (auto-reporter.net/Peter Hartmann)

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