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© dppZu Guttenberg sprach in seiner Trauerrede von einer Vorbildfunktion Mohns
Gütersloh. Am Freitag haben in Gütersloh Angehörige und Bürger sowie Vertreter von Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien Abschied von dem früheren Bertelsmann-Chef Reinhard Mohn genommen. Dabei würdigten die Redner besonders das Lebenswerk des Unternehmers.
Mit Reinhard Mohn sei «einer der letzten großen Aufbau-Unternehmer der Nachkriegszeit» gestorben, so Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Mohn sei jemand gewesen, «der Aufbruch lebte und nicht nur vom Aufschwung träumte». Er sei vielmehr als Unternehmer, Stifter und Mitbürger ein Vorbild gewesen.
NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) erinnerte zudem daran, dass Mohn «geistige Orientierung» nicht nur für das Unternehmen, sondern darüber hinaus auch für das Land und die Gesellschaft geboten habe. Durch die Idee der Mitarbeiterbeteiligung habe er seine Beschäftigten auch am Erfolg des Unternehmens teilnehmen lassen und sie dabei aber auch gleichzeitig in die Pflicht genommen. «Sein Denken und Tun bleibt uns Beispiel», so Rüttgers.
Am 3.Oktober war Reinhard Mohn im Kreise seiner Familie im Alter von 88 Jahren gestorben. Im Jahr 1947 hatte Mohn in fünfter Generation den mittelständischen Verlag übernommen und ihn anschließend zu einem der größten Medienkonzerne der Welt entwickelt. 1981 schied er dann aus dem Bertelsmann-Vorstand aus, zehn Jahre später legte er dann auch sein Mandat als Aufsichtsratsvorsitzender nieder. (ij/ddp)
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