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Oeko-Test: Wohn-Riester im Test

Das neue Fördermodell der Wohn-Riester kann sich lohnen. Vor allem Riester-Sparer mit hohem Förderanspruch oder Besserverdiener profitieren. Doch birgt die Gestaltung der Baufinanzierung mit Wohn-Riester-Produkten nach einer Öko-Test-Untersuchung auch Risiken.

Insgesamt hat Öko-Test zehn Bausparverträge und 13 Darlehensangebote unter die Lupe genommen. Bei zehnjähriger Zinsbindung können sich Riester-Darlehen lohnen, die sofort zur Verfügung stehen. Für einen 150 000-Euro-Kredit liegt die gesamte Zinsbelastung beim günstigsten Anbieter, der Interhyp, bei knapp 91 700 Euro. Ein ungefördertes Hypothekendarlehen kostet dagegen im besten Fall rund 98 200 Euro Zinsen, marktüblich sind sogar 129 900 Euro.

Nur zwei Riester-Darlehen waren mit einer 20-jährigen Zinsbindung im Angebot. Hier liegt das ungeförderte Hypothekendarlehen mit Top-Konditionen und einer Zinsbelastung von insgesamt 106 300 Euro vorn. Für das Riester-Darlehen zahlt der Häuslebauer im günstigsten Fall 111 900 Euro. Das sind immerhin noch 25 000 Euro weniger als für ein ungefördertes Hypothekendarlehen zu marktüblichen Konditionen.

Riester-Bausparverträge lohnen sich wegen der niedrigen Guthabenzinsen nur, wenn tatsächlich gebaut oder Wohneigentum gekauft wird und das Baugeld nicht günstiger wird als zurzeit. So kostet eine in etwa sieben Jahren zur Verfügung stehende 150 000-Euro-Finanzierung bei der günstigsten Bausparkasse, der LBS Nord, insgesamt 67 100 Euro an Zinsen. Eine ungeförderte Finanzierung dagegen kommt auf 79 200 Euro.

Doch können alle Vorteile der Riester-Finanzierung durch Fallstricke in der Vertragsgestaltung zunichte gemacht werden. Denn mit dem Gesetz hat die Regierung ein bürokratisches Monstrum geschaffen, so Öko-Test. Und genaue Vorschriften für die Ausgestaltung sind bislang nicht einmal aus dem Finanzministerium zu bekommen. Deshalb auch weisen die von den Anbietern zu führenden sogenannten Wohnförderkonten im Test erhebliche Unterschiede auf. Bei den Bausparverträgen liegen sie zwischen 14 900 Euro und 36 200 Euro, bei den Darlehen zwischen 15 700 Euro und 71 400 Euro. Da diese Wohnförderkonten nach Rentenbeginn versteuert werden müssen, kann sich je nachdem, wie die Anbieter die Vorschriften interpretieren, eine erhebliche Differenz bei der Steuerbelastung ergeben (www.oekotest.de). wid/niza

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