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Ölpest am Golf von Mexiko: Notstand ausgerufen

Ölpest am Golf von Mexiko: Notstand ausgerufen Auch in deutschen Gewässern gibt es zahlreiche Bohrinseln. Auf dem Foto zu sehen ist die Bohr- und Förderinsel Mittelplate vor Cuxhaven in der Nordsee. © Philipp Guelland/ddp

Eine der schwersten Umweltkatastrophen der amerikanischen Geschichte steht der Südküste der Vereinigten Staaten bevor. Erste Teile des Ölteppichs, der sich durch die Explosion einer Bohrinsel im Golf von Mexiko gebildet hat, haben bereits die Küste erreicht. Nach Louisiana und Florida haben nun auch die US-Bundesstaaten Alabama und Mississippi den Notstand für sich ausgerufen.

Rund 800.000 Liter Öl fließen täglich ins Meer, seit in der vergangenen Woche eine von der BP betriebene Ölplattform im Golf von Mexiko sank. Der Ölteppich, der sich mittlerweile gebildet hat, lässt sich von den Rettungskräften nicht aufhalten und steuert direkt auf die amerikanische Südküste zu.

Im US-Bundesstaat Louisiana soll er bereits gestern angekommen sein. Daraufhin haben Louisiana wie auch Florida den Notstand ausgerufen. Die beiden Staaten Alabama und Mississippi folgten ihnen nun. Die Bemühungen der Rettungskräfte erweisen sich allerdings als wenig erfolgreich. Eine Umweltkatastrophe ist wohl kaum aufzuhalten. Dabei hatte die Region sich nach dem Hurrikan „Katrina“ vor fünf Jahren gerade wieder erholt.

Nun stellt sich Amerika die Frage, wer für den Schaden aufkommen wird. Betreiber der Bohrinsel ist der britische Mineralölkonzern BP. Die Verantwortlichen im Konzern haben offenbar bereits zugesichert, dass BP die Verantwortung für die Katastrophe übernehmen werde. Die Bohrinsel war im Golf von Mexiko versunken, nach dem zwei Tage zuvor eine Explosion ereignet hatte. Rund elf Mitarbeiter starben bei dem Vorfall.

Kosten von 6 bis 7 Millionen Dollar pro Tag

Versuche, die entstandenen Lecks mit Hilfe von Tauchrobotern zu schließen, schlugen bisher fehl. Nach Angaben des BP-Vorsitzenden Doug Suttles belaufen sich die nun anfallenden Kosten auf täglich sechs bis sieben Millionen Dollar.

Viele Amerikaner fühlen sich angesichts der Bilder aus dem Golf von Mexiko an das Tanker-Unglück vor Alaskas Küste im Jahr 1989 erinnert. Damals war der Tanker Exxon Valdez auf Grund gelaufen und hatte 40.000 Tonnen Öl verloren. Für Alaska folgte eine Umweltkatastrophe, deren Folge bis heute zu spüren sind. (ag)

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