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OPEC-Generalsekretär prognostiziert steigenden Ölpreis

OPEC-Generalsekretär prognostiziert steigenden Ölpreis © wong yu liang – 402531907 / Shutterstock.com

Monatelang hat der Ölpreis eine Talfahrt hingelegt. Am 20. Januar 2016 lag er bei einem historischen Tiefstand von nur 27,81 Euro pro Barrel der Nordseesorte Brent.

Was die Verbraucher freut, meist wegen günstiger Spritpreise, und der Wirtschaft durchaus hilft, birgt aber auch Gefahren. Nachdem der Ölpreis mittlerweile leicht angezogen hat, sich aber weiterhin auf niedrigem Niveau befindet, sagt die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) für die Zukunft steigende Preise hervor.

OPEC-Generalsekretär Abdalla Salem El-Badri verlautbarte bei einem Treffen mit dem EU-Klimakommissar Miguel Arias Cañete Mitte März in Wien, dass der seit langem wieder leicht steigende Ölpreis ein Trend für die Zukunft sei. Salem El-Badri sagte: „Ich erwarte kein hohes, aber ein moderates Niveau.“

Beratung über Einfrieren der Ölproduktion terminiert

Sein Gesprächspartner in Wien, EU-Kommissar Cañete, gab zu verstehen, dass für die Europäische Union (EU) vor allem ein stabiler Ölpreis wichtig sei. Um einen solch stabilen Markt wiederherzustellen, wollen Vertreter der wichtigsten Förderländer, nicht nur der OPEC, sich am 17. April 2016 in Katar über das Einfrieren der Erdölproduktion beraten.

El-Badri gab bekannt, dass zu dem Treffen in Doha, der Hauptstadt des Golfemirats, alle 13 OPEC-Mitglieder eingeladen werden. Insgesamt erwartet er, dass an dem Treffen 15 bis 16 Staaten teilnehmen werden. Ob auch der Iran dabei sein wird, dürfte die spannendste Frage sein. Teheran stand einem Einfrieren der Produktion bisher negativ gegenüber. Nach dem Ende der westlichen Sanktionen will der Iran erst einmal wieder mehr Öl exportieren.

Klimakommissar Cañete hofft derweil klimaschädliche fossile Brennstoffe reduzieren zu können. Er will weiter stark in erneuerbare Energien investieren um Europa so weiter unabhängig vom Ölpreis zu machen.

Steigender Ölpreis weckt Spekulanten

Die Prognose des OPEC-Generalsekretärs dürfte auch Spekulanten aufhorchen lassen. Wie ein Börsenexperte von CMC Markets ausführlich erklärt, eignet sich der steigende Ölpreis besonders für CFD-Trading. Mit Contracts for Difference, auf Deutsch auch Differenzkontrakte genannt, spekuliert man auf die zukünftige Bewegung von Marktpreisen. Das können Aktien, Indizes, Staatsanleihen, Währungen aber eben auch Rohstoffe wie Erdöl sein. Rohstoffen wie Gold und Öl sind bekannte, gut überblickbare CFDs, die sich auch für Einsteiger eignen.

Wer glaubt, dass der Wert einer Anlage zunimmt, kauf CFDs um sie später wieder zu verkaufen, idealerweise eben zu einem höheren Kurs. Mit CFDs kauft man also nicht die Anlage selbst, zum Beispiel eine Aktie, sondern schließt quasi eine Wette auf den Kursverlauf. Die Rechnung ist einfach: Wer beispielsweise beim aktuellen Preis von 41,73 Euro für ein Barrel Brent kauft und seine Differenzkontrakte zum Preis von je 42,73 Euro wieder verkauft, hat pro Kontrakt einen Euro Gewinn gemacht (vor Provisionsabzug).

Das besondere an CFDs ist, dass es sich um ein gehebeltes Finanzprodukt handelt. Das bedeutet, dass Spekulanten zur Eröffnung einer Position nur einen kleinen Prozentsatz des Gesamtwerts einer Position mit Eigenkapital hinterlegen müssen. Es lässt sich faktisch also mit größeren Werten handeln, als zu Beginn tatsächlich Kapital hinterlegt wurde.

Nachschusspflicht bei CFDs beachten

Anleger sollten deshalb beachten, dass es zur Nachschusspflicht kommen kann. So schnell, wie sich mit CFDs Geld verdienen lässt, so schnell kann man auch Verluste einfahren. CFD-Anbieter wie CMC Markets bieten deshalb vielfach kostenlose Chart- und Daten-Tools sowie aktuelle Nachrichten und Markteinschätzungen. Nur wer als Anleger Ahnung von der Anlageform und dem Markt hat, sowie mit Geld handelt, dass er übrig hat und akut nicht braucht, kann mit CFDs Erfolg haben.

Um für Verluste nicht bodenlos nachschießen zu müssen und somit das Risiko der CFDs zu minimieren, sollten insbesondere noch unerfahrene Anleger mit Sicherheitsmechanismen arbeiten. So lassen sich Orders mit einem Limit belegen, gekoppelte Kauf- und Verkaufsaufträge erteilen und Stoppkurse setzen. Garantierte Stopps kosten zwar häufig mehr, bieten aber Sicherheit.

Ordergebühren fallen bei CFDs in der Regel nur bei Aktien an, sind dann aber auch relativ gering. Von Bedeutung ist eher der sogenannte Spread. So wird die Differenz zwischen den Kursen bezeichnet, zu denen ein Basiswert gekauft bzw. verkauft wird. Während der Kaufkurs als Briefkurs bezeichnet wird, wird der Verkaufskurs meist als Geldkurs tituliert. Der Kauf erfolgt immer zum jeweils höheren Briefkurs, später wird zum niedrigeren Geldkurs wieder verkauft. Kosten können auch durch Währungsumrechnungen entstehen.

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