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© Jakob Studnar/dapdWeil der Großteil der Deutschen über keinen Organspendeausweis verfügt, müssen Tag für Tag zahlreiche Menschen im Namen ihrer verstorbenen Angehörigen eine schwere Entscheidung treffen. Letztlich führt dies dazu, dass die Zahl der Menschen, die sterben müssen, weil zu wenig Spenderorgane zur Verfügung stehen, seit Jahren unverändert hoch ist.
Laut den Zahlen der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) ist neun von zehn Todesfällen, bei denen eine Organspende möglich wäre, der Wille des Verstorbenen nicht bekannt. Lediglich in weniger als sieben Prozent aller Fälle war im Jahr 2011 eine schriftliche Entscheidung, beispielsweise in Form eines Organspendeausweises hinterlegt.
Zwar hatten weitere 28 Prozent zu Lebzeiten noch ihren Willen kundgetan, doch beim Großteil der Fälle lag die Entscheidung für oder gegen eine Organspende im Ermessen der Angehörigen. Wie aus den Ergebnissen der der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) hervorgeht, war die Ablehnungsrate dann besonders hoch, wenn die Entscheidung über eine mögliche Organspende allein den Angehörigen oblag.
Wie die Stiftung schlussfolgerte, kommt es in vier von zehn Fällen zu einer Ablehnung der Organspende, weil sich die Angehörigen unsicher sind und keine falsche Entscheidung treffen möchten.
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