News vom

Patientenversorgung über das Telefon in Brandenburg

mr telefon 6 309585 by Bernd-Boscolo pixelioIn Brandenburg sollen Patienten künftig per Telefon behandelt werden. Dadurch erhofft sich die Gesundheitsministerin Dagmar Ziegler (SPD) eine Verbesserung der medizinischen Versorgung.

Potsdam. Die Versorgung von Patienten in ländlichen Regionen ist nicht immer einfach zu gewährleisten. Aus diesem Grund soll in Brandenburg eine Verbesserung der medizinischen Versorgung ländlicher Regionen mit Hilfe der sogenannten Telemedizin erfolgen – einer medizinischen Behandlung ohne direkten Patientenkontakt.

Bei der Telemedizin handelt es sich um einen Teilbereich der Medizin, in welchem sich Arzt und Patient oder auch Ärzte untereinander per Telefon, Videokontakt oder dem schnellen Austausch von Gesundheitsdaten austauschen können. Vorteilhaft ist diese Art zur Prävention, Diagnose und Behandlung vor allem in Gegenden mit einer geringen Einwohnerdichte sowie bei großen Distanzen zwischen Arzt und Patient, wie es beispielsweise in der Raumfahrt der Fall ist.

Doch auch in Brandenburg ist es nicht immer möglich die Kranken der ländlichen Regionen optimal zu versorgen. Aus diesem Grund will Brandenburgs Gesundheitsministerin Dagmar Ziegler (SPD) die Telemedizin vorantreiben.

In dem zuvor erstellten Gutachten der Berliner Gesellschaft Agenon steht geschrieben, dass die Telekommunikation zur Sicherung der hausärztlichen Versorgung in Brandenburg vorangetrieben werden müsse. Vor allem bei chronisch Erkrankungen sei die Telemedizin bei der Patientenversorgung äußerst sinnvoll.

Ferner wird auch eine Verbesserung der Kommunikation zwischen Hausärzten und Krankenhäusern empfohlen, weshalb der Aufbau telemedizinischer Zentren zu planen sei. Und auch die Krankenhäuser selbst sollten besser telekommunikativ miteinander verbunden werden. Auch die Einbeziehung niedergelassener Fachärzte in den Datenaustausch werde geprüft.

Eine Ausweitung der Telemedizin soll laut Angaben des Gesundheitsministeriums im März mit den Krankenkassen, Kassenärztlichen Vereinigungen, Landeskrankenhausgesellschaften und weiteren Institutionen des brandenburgischen Gesundheitswesens besprochen werden. Damit kommt Brandenburg den Forderungen aus dem vergangenen Jahr zur stärkeren Nutzung der Telemedizin von Seiten der Europäischen Kommission nach.

Für die Umsetzung dieses Projektes sind jedoch hohe Ausgaben erforderlich. Für die Anschaffung der notwendigen technischen Anlagen sollen öffentliche Mittel verwendet werden. Wer mehr über das erstellte Gutachten erfahren möchte, kann es sich im Internet unter www.masgf.brandenburg.de herunterladen. (dtn/gr/pixelio/Bernd Boscolo)

GD Star Rating
loading...






Ähnliche Nachrichten:

    keine ähnlichen Beiträge gefunden







Letzte Nachrichten

Auch in den News

US-Studie: Zu viel Zucker macht dumm thumbnailUS-Studie: Zu viel Zucker macht dumm

Dass eine zu zuckerreiche Ernährung nicht förderlich für die Gesundheit ist, überrascht nicht wirklich. Eine US-Studie zeigte nun aber im Detail, dass die Aufnahme von zu viel Zucker nicht nur dick, sondern auch dumm macht und überdies das Erinnerungsvermögen beeinträchtigt. Im Rahmen ihrer im Fachmagazin “Journal of Physiology” veröffentlichten Studie teilten Wissenschaftler der Universität von [...]

Mehr Nachrichten

Prämienausschüttung: Gesundheitsminister Daniel Bahr stellt Krankenkassen Ultimatum thumbnailPrämienausschüttung: Gesundheitsminister Daniel Bahr stellt Krankenkassen Ultimatum

Weitere Schlagzeilen

30 Abfragen, 0,186