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News vom 06. Mai 2009
Der neue Basistarif der privaten Krankenversicherung gilt seit dem 01. Januar. Jeder kann in diesen Tarif wechseln, auch Menschen die bisher ohne Krankenversicherungsschutz waren. Es darf keine Gesundheitsprüfung erfolgen. Basistarif kann für viele interessant sein.
Seit dem 01. Januar besteht für jeden Bundesbürger Krankenversicherungspflicht, das regelt die seit diesem Termin in Kraft getretene Gesundheitsreform. Damit soll verhindert werden, dass beispielsweise Selbstständige über gar keinen Versicherungsschutz verfügen und im Falle einer Krankheit wohl möglich vor dem finanziellen Ruin stehen.
Wer sich bis heute noch nicht um einen notwendigen Krankenversicherungsschutz gekümmert hat, für den kann es jetzt teuer werden. Nur bis Ende Januar ist der neue Basistarif der privaten Krankenversicherung, in den jeder Versicherungsnehmer aufgenommen werden muss, noch ohne Zuschlag zu bekommen. Je später der Einstieg, desto höhe fällt der Zuschlag aus.
Der Basistarif kostet etwa 570 Euro im Monat
Der Standardbetrag im Basistarif liegt bei etwa 570 Euro. Zunächst wird jeweils ein voller Monatsbeitrag fällig, nach 6 Monaten dann ein Sechstel für jeden Monat in dem kein Versicherungsschutz bestand. Wie aus einem Bericht der Berliner Morgenpost (Online) hervorgeht sagte Heidemarie Krause-Böhm von der Verbraucherzentrale Bayern zu dieser neuen Versicherungspflicht: “Es soll nicht mehr sein, dass etwa ein Selbstständiger ganz ohne Absicherung lebt”.
Auch wenn die neu Pflicht zur Versicherung bislang noch nicht kontrolliert wird, so wird ein Nichtversicherter spätestens dann auffliegen, wenn er schwer erkrankt und sich einer Behandlung unterziehen muss. Wie aus dem Bericht der Berliner Morgenpost weiter hervorgeht, mehren sich die Anfragen bei den meisten Verbraucherzentralen, was als ein Zeichen dafür gewertet wird, dass der neue Basistarif auch für viele der 8,3 Millionen bereits privat Krankenversicherten von Interesse ist.
Kein Antragsteller darf abgelehnt werden
Der Grund für dies große Interesse dürfte darin liegen, dass viel Privatpatienten, insbesondere Rentner seit Anfang des Jahres wesentlich mehr für ihren Versicherungsschutz zahlen müssen. Wenn in einem Tarif beispielsweise nur noch ältere Versicherungsnehmer abgesichert sind, bei denen die Krankheitskosten höher sind, so kann der Tarif schon deutlich ansteigen.
Durch diesen Umstand kommt es dazu, dass ältere Versicherungsnehmer durchaus 800 Euro oder mehr im Monat für ihre private Krankenversicherung zahlen müssen. Bei einem Wechsel in den Basistarif können somit durchaus einige hundert Euro im Monat gespart werden. Wer bereits in einer privaten Krankenversicherung Mitglied ist, sollte sich aber ruhig noch etwa Zeit lassen und sich den nächsten Schritt gut überlegen. Spätestens bis Ende Juni muss er sich aber entschieden haben, ob er in den Basistarif wechseln möchte oder nicht.
Wer die Krankenkasse komplett wechselt, bei dem werden die Altersrückstellungen ebenfalls mit auf die neue Versicherung übertragen, ebenfalls eine Neuerung im Zuge des Gesundheitsfonds. Teurer als der Höchstbeitrag einer gesetzlichen Kasse darf der Basistarif ebenfalls nicht sein. Wie viel ein Versicherungsnehmer für den Basistarif zahlen muss richtet sich zudem nicht nach seinem Einkommen sonder nach Alter und Geschlecht.
Es gibt keine Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse aufgrund von Vorerkrankungen. All diese Vorgaben können den Basistarif durchaus auch für bisher gesetzlich Versicherte Personen interessant machen, wenn diese gern in den Status eines Privatpatienten gelangen möchten.
Für alle bisher nicht versicherten ist wichtig zu wissen, dass sie die Krankenversicherung, bei der sie den Basistarif abschließen frei wählen können und dass sie nicht abgewiesen werden dürfen. Die Krankenversicherung muss jeden Versicherungsnehmer aufnehmen. (fm/dtn/Pixelio/Siegfried Fries)
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