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Einer Studie nach tragen rund 40 Prozent der Kinder in Deutschland und der Schweiz zu große Schuhe. Was erstmal nicht schlimm klingt kann für die kleinen aber fatale Folgen haben. Aber die Schuhe sind oftmals nicht nur zu lang, sondern in vielen Fällen auch zu breit. Gerade die Breite der Füße variiert zum Teil beträchtlich.
Im Rahmen der Studie wurden mehr als 20 000 Füße von Kindern untersucht und das Ergebnis war überraschend. Bei den Kindern zeichnet sich ein sehr starker Trend zu einem breiten Fuß ab. Frank Mayer, Direktor des Instituts für Sportmedizin an der Universität Potsdam sagte, dass sich in den letzten Jahren die Fußbreite verglichen mit einer Erhebung aus 1996 durchschnittlich rund ein bis zwei Millimeter zugenommen hat. Warum die Füße immer breiter werden ist unklar, fest steht das die Zunahme nichts mit der steigenden Zahl übergewichtiger Kinder zu tun hat.
Durchgeführt wurde die Studie im Auftrag des Deutschen Schuhinstituts (DSI) sowie des Hauptverbands der Deutschen Schuhindustrie. Untersucht wurden im Rahmen der Studie die Füße von mehr als 10.000 Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre. Bei allen Testpersonen wurden die Füße nach einem bestimmten Verfahren vermessen. Damit wollten die Wissenschaftler einen Überblick über die Größe von Kinderfüßen sowie deren Tragegewohnheiten von Schuhen erhalten.
Ermittelt wurden die Werte nach dem Weiten-Maß-System für Kinderschuhe – kurz WMS, dieses dient neun Schuhherstellern in Deutschland als Richtlinie für geprüfte Qualitätsstandards und eine kinderfußgeprüfte Passform. Vergeben wird das Gütesiegel WMS vom Deutschen Schuhinstitut (DSI).
Die Studie brachte ein weiteres Ergebnis: 40 Prozent der untersuchten Kinder hätten Schuhe getragen, die ihnen bis zu vier Nummern zu groß waren, sagte Mayer. Die Folgen daraus sind neben der Gefahr, über die Schuhe schlichtweg zu stolpern, zudem Entwicklungsstörungen sowie Gleichgewichtsprobleme die daraus resultieren. 98 Prozent aller Kinder kommen mit gesunden Füßen zur Welt, 60 Prozent der Erwachsenen hätten dagegen später mit Fußschäden zu kämpfen, so die Wissenschaftler.
DSI- Geschäftsführer Manfred Junkert sieht als möglichen Grund für die zu großen Schuhe, den Versuch der Eltern auf diese Weise Geld zu sparen, da sie sich einfach denken ihre Kinder werden schon noch in die Schuhe “hineinwachsen”. Das ist aber ein schwerwiegender Fehler, denn zu große Schuhe können genauso zu Gesundheitsschäden führen wie zu kleine, da die Füße in zu großen Schuhen keinen Halt finden.
Für das DSI haben Mayer und seine Mitarbeiter binnen zwei Jahren bundesweit mehr als 20.000 Kinderfüße vermessen, womit ungefähr 90 Prozent aller deutschen Kinderfüße repräsentativ erfasst worden sind. Zudem notierten sich die Wissenschaftler auch noch Alter, Geschlecht, Größe und Gewicht der Kinder.
Durchgeführt wurden die Untersuchungen in 60 Orten in Deutschland und der Schweiz, dazu zählten Groß- und Kleinstädte wie auch ländliche Gebiete.
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