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Pure Caffeine: NRW-Gesundheitsministerium warnt vor gefährlichen Abnehmpillen aus dem Internet

Pure Caffeine: NRW-Gesundheitsministerium warnt vor gefährlichen Abnehmpillen aus dem Internet © Sara Hegewald / pixelio.de

Seit einigen Jahren blüht im Internet der Handel mit Medikamenten, wobei neben legalen Online-Apotheken auch zahlreiche illegale Anbieter auf dem Markt sind, die aus dem Ausland zum Teil gefälschte Arzneimittel nach Deutschland liefern, wo sich viele Kunden über die deutlich günstigeren Preise freuen.

Neben Potenz- und Haarwuchsmitteln gehören Abnehmpillen zu den am stärksten nachgefragten Medikamenten im Netz, wobei diese anders als Arzneimittel keine Zulassung benötigen, um auf den Markt zu gelangen, sofern sie als Nahrungsergänzungsmittel deklariert werden. Dies führt dazu, dass solche Schlankheitspillen von offizieller Seite weder auf ihre Unbedenklichkeit noch auf ihre Wirksamkeit und Qualität hin überprüft werden, wodurch sowohl unwirksame als auch gesundheitsgefährdende Mittel frei erhältlich sein können.

In einem aktuellen Fall warnt das Gesundheitsministerium in Nordrhein-Westfalen nun vor der Einnahme von Schlankheitsmitteln, die über das Internet mit der Bezeichnung „Pure Caffeine 200 mg“ als Nahrungsergänzungsmittel vertrieben werden. Wie das Ministerium am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte, wurde von der Arzneimitteluntersuchungsstelle NRW in Münster darin die giftige Substanz 2,4-Dinitrophenol (DNP) nachgewiesen, die nicht als Inhaltsstoff angegeben wird. Das Gesundheitsministerium sprach deshalb von einem Fall bewusster Verbrauchertäuschung.

Die Gesundheitsexperten erklärten weiter, dass DNP im Verdacht stehe, Krebs auszulösen. Zudem könne das Mittel schon in geringen Dosierungen schwerwiegende Folgen für die Gesundheit hervorrufen. Durch eine Anreicherung im Körper ist möglich, dass selbst kleine Mengen DNP zu Lebensgefahr durch Atemnot, Blutdruckabfall, Herzrhythmusstörungen, rasante Überhitzung des Körpers und Multiorganversagen führen. Nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums ist es in den vergangenen Jahren nach der Einnahme von DNP zu mehreren Todesfällen gekommen. Wer vermutet, Mittel mit dem Inhaltsstoff DNP zu sich genommen zu haben, sollte laut Ministerin Barbara Steffens (Grüne) schnell einen Arzt kontaktieren oder die Giftnotrufzentrale anrufen.

Während Nahrungsergänzungsmittel mit DNP als Fettverbrenner vermarktet werden und insbesondere in der Bodybuilderszene weit verbreitet sind, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zudem auch vor Wundermitteln mit dem Wirkstoff Synephrin. Weil Synephrin in vielen im Internet erhältlichen Mitteln in deutlich höherer Dosis als den unbedenklichen 6,7 Milligramm Synephrin pro Tag enthalten ist, rät das BfR dringend vom Kauf und der Einnahme ab. Vor allem in Kombination mit Koffein und bei Menschen mit Übergewicht oder erhöhtem Blutdruck ist die Gefahr eines Herzinfarkts groß.

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