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Quelle-Tochter Profectis wird von RTS Elektronik Systeme übernommen

Quelle-Tochter Profectis wird von RTS Elektronik Systeme übernommen © dpp

Von den 950 Stellen sollen dabei aber nur 620 erhalten bleiben

Nürnberg. Einer der letzten verbliebenen Teile des insolventen Versandhauses Quelle, die Servicetochter Profectis, ist verkauft worden. Der bayerische Service-Dienstleister RTS Elektronik Systeme in Wolznach hat die für den Kundendienst der hauseigenen Privileg-Geräte zuständige Sparte übernommen, berichtete Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg am Freitag in Nürnberg. Dem bereits unterzeichneten Kaufvertrag müssten nur noch die zuständigen Gremien zustimmen. Anfangs habe es rund 50 Kaufinteressenten gegeben, am Ende allerdings nur noch zwei, erklärte ein Sprecher auf ddp-Anfrage. Zum Kaufpreis wurden jedoch keinerlei Angaben gemacht.

Von den 950 Stellen sollen laut den Angaben 620 erhalten werden. Desweiteren bleiben die wesentlichen Funktionen von Profectis, das zentrale Auftragsmanagement, die IT-gestützte Prozess-Steuerung sowie die flächendeckende Technikerorganisation in Nürnberg. Bislang war RTS nach eigenen Angaben als Serviceunternehmen hauptsächlich im IT-Reparaturbereich sowie im Logistikmarkt für weltweite Computer-, Monitor- und Spielkonsolenhersteller aktiv.

Mit Profectis wurde damit auch das letzte noch operative Segment des insolventen Versandhauses Quelle verkauft. Bereits vorher war schon die Küchen-Quelle an die Investorengruppe Franken um die Unternehmer Alexander Fackelmann, Geschäftsführer des gleichnamigen Haushaltswarenherstellers, und Hannes Streng gegangen.

Ende November erwarb der Foto-Dienstleister Orwo aus Sachsen-Anhalt die Vermögenswerte der insolventen Foto-Quelle, darunter die Marken «Foto Quelle» und «Revue». Die Call-Center in Cottbus und Emden gingen indes an den Outsourcing-Dienstleister Walter Services aus Ettlingen. Bereits zuvor war schon der Shoppingsender HSE24 an die Beteiligungsgesellschaft AXA Private Equity verkauft worden. Die Rechte an der Marke Quelle sowie das Russland-Geschäft sicherte sich hingegen der frühere Konkurrent Otto. Über genaue Preise wurde in sämtlichen Fällen allerdings Stillschweigen vereinbart.

An diesem Samstag geht für die Verbraucher ein Stück deutscher Wirtschaftsgeschichte zu Ende. Nach zum Teil über 40-jährigem Bestehen schließen an diesem Tag die bundesweit noch verbliebenen 30 Technik-Center ihre Pforten, ebenso wie auch das Einkaufszentrum Nürnberg. Zurück bleiben nach Angaben eines Sprechers des Insolvenzverwalters Waren im Wert von rund 50 Millionen Euro, die dann an Drittverwerter verkauft werden sollen.

Durch die Insolvenz des Traditionshauses werden laut den Angaben bis Ende Januar rund 8.000 Menschen ihre Arbeitsstelle verlieren. (ij/ddp)

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