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Reinhold Messner kritisiert Extrem-Berglauf

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Im letzten Jahr starben zwei Teilnehmer beim sogenannten Extrem-Berglauf zur Zugspitze. Dennoch wird es das Event im diesem Jahr wieder geben.

400 Teilnehmer haben sich bereits für den Berglauf angemeldet und werden am kommenden Sonntag zusammen die Zugspitze besteigen. Ob solche Events sinnvoll sind, darüber wird seit dem Unfall vor einem Jahr durchgehend diskutiert. Aber Gespräche alleine können so etwas wohl kaum verhindern.

Vor einem Jahr mussten bereits zwei Menschen durch ein plötzliches Schneetreiben sterben. Es brach damals Chaos aus, und genau so etwas kann auf einer Bergtour zum Verhängnis werden. Viele der Teilnehmer am nächsten Sonntag fühlen sich sicherer durch die Begleitung der anderen Menschen. Aber dies ist ein Trugschluss. Eine Tour mit einer Hand voll Menschen ist aus vielen Gründen sehr viele sicherer. Dieser Meinung sind auch viele Experten.

Erwin Schuster (Teilnehmer im letzten Jahr) sagt: „Das ist der helle Wahnsinn. Dass derselbe Veranstalter das wieder machen darf, es ist eine ungeheure Provokation. Das war damals das totale Chaos. Und natürlich kann der Veranstalter da was dafür. Da war ja keine Hilfe, nichts, als alles zusammenbrach.“

Berg-Profi Reinhold Messner konnte zu dieser Geschichte nur mit dem Kopf schütteln berichtet Bild-online. Und äußerte sich ebenfalls zu dieser Veranstaltung: „Die Leute bezahlen für diesen Blödsinn. Soviel Geld könnte man mir gar nicht bieten, dass ich da mit renne. Die laufen im Gänsemarsch hoch und glauben, in der Masse sind sie sicher. Aber der Berg bleibt gefährlich, auch die Zugspitze. Man brauch keinen Veranstalter um einen Berg zu laufen. Man geht einfach los, sieht den Fels, riecht die Luft. Und das Geld für den Veranstalter spart man sich, für das Bier danach.“

Der Veranstalter und Organisator des Berglaufs wurde nach dem Unfall im letzten Jahr wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung zu 13.500 Euro Geldstrafe verurteilt. Anscheinend hat das alles nichts Gebracht. Der Veranstalter ließ sich nicht mal geringfügig davon abhalten diesen Extrem-Berglauf zu untersagen. (dtn/fr/Foto: Gerit Borth/ ddp)

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