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News vom 10. Februar 2009

Schauspielerin Michelle Pfeiffers junger Liebhaber

Schauspielerin ist im Berlinale-Beitrag «Chéri» eine Kurtisane mit Liebeskummer

Mit ihrem zunehmendem Alter von der Schauspielerin Michelle Pfeiffer scheinen wiederum ihre Liebhaber auf der Leinwand immer jünger zu werden. «Zum Glück macht mir das nun nichts aus», erklärte die 50-Jährige am Dienstag auf der Berlinale. Hier stellte die US-Amerikanerin auch den Wettbewerbsbeitrag «Chéri» von Stephen Frears vor. In der Verfilmung von einem gleichnamigen Romans von Colette (1873-1954) verkörpert Michelle Pfeiffer eine mondäne Kurtisane im Paris Anfang des 20. Jahrhunderts, die sich hier in einen halb so alten Jüngling verliebt.

Léa hat dank ihrer Schönheit und ihrer Klugheit als Kurtisane ein Vermögen verdient. Als sie dabei ist sie sich allmählich auf den Ruhestand vorzubereiten, bittet sie ihre ehemalige Kollegin Madame Peloux (Kathy Bates) um Hilfe. Denn deren 19-jähriger Sohn (Rupert Friend), den Léa seit seiner Kindheit Chéri nennt, driftet ziellos durchs Leben.

Léa nimmt den gelangweilten jungen Mann unter ihre Fitiche. Aber ehe  sie sich versieht, wird aus der heraus folgenden Affäre eine sechs Jahre währende Beziehung. Jedoch heiratet der phlegmatische Chéri auf den Wunsch seiner Mutter eine junge Erbin. Léa lässt ihren Geliebten anscheinend ohne Missmut ziehen. Das ungleiche Paar kann allerdings einfach nicht voneinander lassen.

Michelle Pfeiffer und Stephen Frears hatten bereits bei dem Kostümdrama «Gefährliche Liebschaften» zusammengearbeitet, welches der Schauspielerin vor fast genau 20 Jahren die erste von bislang drei Oscar-Nominierungen einbrachte. Diese beiden Filme basierten zwar auf französischen Vorlagen, sind aber dennoch grundverschieden, erläuterte der britische Regisseur («High Fidelity», «Die Queen»). Eine besondere Herausforderung des aktuellen Projekts sei es aber gewesen, unter den schlagfertigen Wortgefechten ein Gefühl von Tragödie durchscheinen zu lassen.

Nach Ansicht und von dem Hauptdarsteller Rupert Friend («Stolz und Vorurteil») dürfte das Stephen Frears nicht schwer gefallen sein. Den Regisseur zeichne auch noch derselbe Humor wie die Autorin Colette aus, erklärte der 27-Jährige, der ebenfalls zu der abendlichen Weltpremiere des Dramas an den Potsdamer Platz gereist war.

Mit dem Werk «Chéri» kann Stephen Frears nach einem Jahrzehnt auf seinen zweiten Preis bei der Berlinale hoffen. Bereits im Jahre 1999 hatte er den Silbernen Bären für die beste Regie in «Hi-Lo Country» entgegen genommen. Sechs Jahre vorher wurde bereits Michelle Pfeiffer mit dieser Trophäe als beste Schauspielerin für den Film «Love Field» geehrt.

Lachend stellte Michelle Pfeiffer bei der «Chéri»-Präsentation fest, dass sie auch in ihrem darauffolgenden Film «Personal Effects» eine Affäre mit dem Film-Sohn von Kathy Bates eingeht. Dieser wird dann von dem 31-jährigen Ashton Kutcher verkörpert, der im wahren Leben wiederum hier mit Michelle Pfeiffers 46 Jahre alter Kollegin Demi Moore verheiratet ist.

Das eigene Älterwerden ist Michelle Pfeiffer wider Erwarten recht leicht gefallen. Die Angst vor ihrem 50. Geburtstag in dem vergangenen Jahr sei wesentlich schlimmer gewesen als das tatsächliche Ereignis, erinnerte sich Pfeiffer. Außerdem würde sie mit den Jahren auch zunehmend einfach dankbarer für die schönen Dinge in ihrem Leben. (ddp/shu)

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