News vom 29.01.2018

Schiedsrichterpfeifen: Wer hat sie erfunden?

Schiedsrichterpfeifen: Wer hat sie erfunden? Die Einsatzgebiete von Trillerpfeifen sind sehr vielfältig. © Paolo Bona - 319709012 / Shutterstock.com

Mehrere Branchen, die weltweit mehrere Milliarden im Jahr umsetzen, hängen von einem kleinen Hilfsmittel ab, ohne das gar nichts geht: die Schiedsrichterpfeife.

Kaum ein Sport kommt ohne sie aus. Vor allem in Mannschaftssportarten wie Fußball, Basketball oder Handball kommt sie zum Einsatz. Aber auch in anderen Bereichen ist die Trillerpfeife ein beliebtes Hilfsmittel, um Aufmerksamkeit zu erregen. Was wäre die Menschheit ohne Pfeifen?

Die Trillerpfeifen eignen sich aufgrund des schrillen Tons ideal, um auf sich oder etwas anderes aufmerksam zu machen sowie zur Signalgebung. Das Geräusch, das man mithilfe einer solchen Pfeife abgibt, ist noch in Entfernungen von über einem Kilometer zu hören. Deshalb werden Pfeifen in vielen Gebieten eingesetzt:

  • Im Sport als Schiedsrichterpfeife für An- und Abpfiff sowie für Spielunterbrechungen
  • Bei der Erziehung von Tieren, vor allem mit speziellen Hundepfeifen für das Hundetraining
  • Bei der Jagd zur Imitierung von Tiergeräuschen
  • Bei der Polizei zur Alarm- und Signalgebung
  • Im Bahnverkehr zur Signalisierung der Abfahrt


Schiedsrichterpfeifen sollten aus Metall gefertigt sein

Die Trillerpfeife gibt es in verschiedenen Materialien. Es gibt sie aus Holz, Metall oder Kunststoff. Wer eine Schiedsrichterpfeife kaufen will, greift hier am besten zu Metall, weil diese Pfeifen am längsten halten. Eine gute Schiedsrichterpfeife erreicht einen Ton von bis zu 100 Dezibel. Schließlich soll der Ton jeden Spieler auf dem Spielfeld erreichen. Ihren Ursprung hat die Schiedsrichterpfeife allerdings nicht im Sport, auch wenn es nach der Erfindung der signalgebenden Schiedsrichterpfeifen schnell zu einer Aufnahme in den regulären Spielbetrieb kam.

Erfunden wurde die Trillerpfeife, weil die Polizei in London eine neue Variante der Signalgebung suchte. Zu diesem Zweck schrieb sie in Großbritannien einen Wettbewerb aus, den Joseph Hudson aus Birmingham gewann.

Der Erfinder der Trillerpfeife platzierte eine Kugel im Resonanzraum einer Pfeife. Somit werden beim Pusten in die Pfeife eigentlich zwei unterschiedliche Töne erzeugt, die aufgrund von Interferenz und Dissonanz unangenehm klingen und somit eine Signalwirkung entfalten. In den Ohren von Joseph Hudson klang eine Trillerpfeife aber wahrscheinlich wie Musik, wurde das Unternehmen J Hudson & Co. doch aufgrund der Erfindung der Trillerpfeife zum wichtigsten Pfeifenhersteller der Welt.

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