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News vom 22. Januar 2008
Wissenschaftler des Karolinska Instituts, der Uppsala Universität und der Wayne State University in Michigan kommen in einer vom Mobile Manufacturers Forum (MMF) finanzierten Studie zu dem Ergebnis, dass Menschen, die vor dem Schlafen für längere Zeit Handystrahlung ausgesetzt sind, vermehrt unter Kopfschmerzen und Schlafstörungen leiden.
Bei der Studie wurden die 71 Teilnehmer zwei Abende für jeweils drei Stunden mit GSM-Handysignalen (884 MHz) konfrontiert, bei einer dritten Sitzung wurde die Strahlung angeblich wiederholt, was aber nicht der Fall war. Es zeigte sich, dass sich der Schlaf der Probanden nach tatsächlicher Strahlung von dem der vorgegebenen Strahlung unterschied: So dauerte es länger, bis die Probanden das erste Tiefschlafstadium erreichten und auch das Stadium der tiefen Erholung des Körpers fiel deutlich kürzer aus.
Studienleiter Prof. Bengt Arnetz vermutet, dass die Strahlung Einflüsse auf das Stress-System im Gehirn hat und den Menschen dazu bringt wachsamer zu sein, was eine Verzögerung der Tiefschlafphase zur Folge hat.
Von den 36 weiblichen und 35 männlichen Versuchspersonen hatten 22 Frauen und 16 Männer vor Studienbeginn angegeben, dass sie unter Symptomen leiden, die ihrer Meinung nach mit der Handybenutzung in Zusammenhang stehen. Die übrigen, sich selbst als symptomfrei beschreibenden Probanden zeigten nach den beiden Sitzungen, in denen sie der Strahlung ausgesetzt waren, ein vermehrtes Auftreten von Kopfschmerzen. Keine der beiden Gruppen konnte bei den Versuchen richtig einschätzen, ob eine Strahlung stattgefunden hat oder nicht, d.h. der Körper verfügt über kein Warnsystem hinsichtlich dieser Strahlung.
Die Studie ist noch nicht vollständig ausgewertet, es fehlen noch die Ergebnisse aus den Daten psychologischer Tests sowie diverser biochemischer und physiologischer Messungen. Eine britische Zeitung unterstellt dem Mobile Manufacturers Forum allerdings, dass diese durch die Betonung der noch nicht abgeschlossenen Auswertung und die Äußerung, die bisherigen Ergebnisse seien nicht beweiskräftig, diese herunterspielen würde.
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