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Schlaganfall-Opfer: Wissenschaftler haben neuartige Musiktherapie entwickelt

Wissenschaftler der Hochschule für Musik und Theater in Hannover haben zwei neuartige Verfahren der Musiktherapie entwickelt. Sie hilft viel besser als bisher den Schlaganfallpatienten, ihre Bewegungsfähigkeit mit Musik wiederzuerlangen. Die Patienten lernen beim sogenannten Musikunterstützten Training (MUT), einfache Melodien auf elektronischen Trommeln und später auf Klaviertastaturen zu spielen. Laut eines Berichtes der Zeitung „Die Zeit“! lernen die Patienten so langsam wieder, Kontrolle über ihre gelähmten Arme und Finger zu bekommen.

Die Musik kann auch bei Sprachstörungen helfen, denn trotz des Sprachverlustes können viele Patienten – sogar mit Text – immer noch singen. An der Harvard University wurde nun erstmals systematisch die Musical-Intonation-Therapie (MIT) untersucht, die darauf setzt. Den Erfolg der neuen Therapien erklären die Ärzte damit, dass Musik in anderen Gehirnbereichen verarbeitet wird als die Sprache oder Bewegungsfähigkeit. Die mit Musik befassten Hirnregionen lern der Patient so mehr zu nutzen und ersetzt so vom Schlaganfall zerstörte Teile des Denkorgans.

Wissenschaftler der Helsingfors Universitet in Helsinki haben bereits vor einigen Monaten herausgefunden, dass das Musikhören in der ersten Zeit nach dem Schlaganfall die Genesung des Patienten unterstützen kann. Die Musik-Gruppe schnitt beim Wiedererlangen des Gedächtnisses und der Aufmerksamkeit besser ab als die Patienten, die täglich einige Stunden Musik hörten oder Hörbüchern lauschten oder gar nichts hörten. Sie befanden sich gegenüber den Hörbuch- oder Stillelauscher allgemein in einer besseren seelischen Verfassung. Auch verbesserte sich das Sprachgedächtnis längerfristig im Gegensatz zu den anderen weiter. Die Musik-Patienten waren zusätzlich seltener deprimiert oder verwirrt.

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