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Sich unterwegs mit Essen und Getränken zu versorgen, gehört zum Lebensstil vieler Europäer. Und nicht etwa Zeitdruck und Stress bringen Menschen dazu, zwischendurch zu Schokoriegel, Brötchen, Latte Macchiato und ähnliches zu greifen: Der wichtigste Einflussfaktor ist nach einer Studie der von Lekkerland gestifteten Professur für Convenience & Marketing an der European Business School in Oestrich-Winkel, dass Europäer grundsätzlich gerne unterwegs essen und trinken.
“Viele Menschen genießen es, unterwegs einen Kaffee zu trinken oder ein Sandwich zu essen”, erläutert die Inhaberin des Lehrstuhls, Prof. Dr. Sabine Möller. “Für sie gehört Unterwegsversorgung einfach zum modernen Lifestyle dazu.” Auch gäbe es den typischen Fertigprodukte (Convenience)-Konsumenten nicht. “Egal ob junge Frau, Familie mit Kindern oder älteres Ehepaar – fast alle Alters- und Bevölkerungsgruppen kaufen sich unterwegs gerne etwas zu essen oder trinken”, ergänzt Möller. Zur Unterwegsversorgung greifen statistisch gesehen Männer und Frauen gleichermaßen gern.
Rund 60 Prozent geben an, sich regelmäßig unterwegs mit etwas zu essen oder trinken zu versorgen. Allerdings achten rund 55 Prozent Frauen eher auf den Preis und gesunde Zutaten als Männer mit 41 Prozent. Männer gehen am liebsten in Tankstellenshops, Imbissbuden oder Fast-Food-Restaurants, Frauen bevorzugen meist Supermärkte oder Bäckereien und Metzgereien für ihren kleinen Imbiss unterwegs. Die Studie räumt mit einem weiteren verbreiteten Vorurteil auf. “Nicht nur junge Menschen versorgen sich gerne unterwegs”, so Möller, “auch mehr als die Hälfte der über 60-Jährigen gönnt sich beispielsweise unterwegs gerne einen kleinen Snack.” Allerdings legt die ältere Bevölkerung dabei großen Wert auf Stil, Fast-Food-Restaurants sind eher bei den unter 30-Jährigen beliebt.
In allen Altersgruppen findet jedoch die Mehrheit der Befragten Unterwegsversorgung nützlich und empfindet Genuss beim Essen und Trinken unterwegs. Auch sind die größten Fans von Fertigprodukten nicht etwa Singles, sondern junge, unverheiratete Paare: 75,7 Prozent von ihnen schätzen die Unterwegsversorgung. Sie sind viel unterwegs, häufig in Eile und planen ihre Mahlzeiten selten. Convenience bedeutet für sie in erster Linie Gewinn an Flexibilität.
Im Gegensatz zu unverheirateten Paaren finden Ehepaare zu 90 Prozent das Kochen zu Hause als einen wichtigen Teil der eigenen Kultur. wid/niza
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