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Beschlossene Sache: Bundeskabinett legt Details fest © Thomas Lohnes/ddpDie Schweinegrippe-Impfung ist kein Streitthema mehr. Das Bundeskabinett hat sich für eine Massenimpfung ab Herbst entschieden und nun erste Details per Verordnung festgelegt.
Der Verlautbarung zufolge haben alle gesetzlich Versicherten einen Anspruch auf die Impfung. Vorrangig sollen aber Kranke, Schwangere, medizinisches Personal, Polizisten und Feuerwehrleute geimpft werden. In Zahlen ausgedrückt, sind dies rund 35 Millionen Menschen.
Ferner sollen aber auch alle anderen Bürger die Möglichkeit erhalten, sich gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen. Aus diesem Grund einigte sich das Bundeskabinett mit den Krankenkassen, dass die Kassen die Impfkosten für 50 Prozent der Bevölkerung in Höhe von etwa einer Milliarde Euro übernehmen.
Sollten sich zahlreiche weitere Menschen gegen das H1N1-Virus impfen lassen wollen und somit die Impfkosten in die Höhe schnellen, würden Bund und Länder bei der Finanzierung einspringen und Steuermittel zur Verfügung stellen. Derzeit geht das Bundeskabinett von bis zu 56 Millionen Bundesbürger aus, die sich gegen die Neue Grippe impfen lassen werden.
25.000 Menschen können mit den bestellten Impfmitteln immunisiert werden.
Da jedoch nicht genau einschätzbar ist, wie hoch die Verunsicherung der Bevölkerung und der Wunsch nach dem noch in der Testphase befindlichen Impfstoff ist, beraten Bund und Länder über die Art der Kostenteilung. Das Bundeskabinett rechnet mit zusätzlichen Impfkosten zwischen 600 Millionen Euro bis maximal eine Milliarde Euro – je nachdem, wie viele Menschen sich impfen lassen wollen.
Für die erste Impfphase haben die Bundesländer bereits 50 Millionen Dosen des Impfmittels beim Hersteller GlaxoSmithKline bestellt. Dieser reicht für die Impfung von 25.000 Bürgern, da für den vollen Impfschutz zwei Spritzen notwendig sind. Ende September sollen die ersten Impfungen möglich sein. (gr/dts)
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