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Schweinegrippe-Impfung: Schwangere können auf Wirkverstärker verzichten

Schweinegrippe-Impfung: Schwangere können auf Wirkverstärker verzichten Neuer Impfstoff: Schweinegrippe-Impfung ohne Wirkungsverstärker für Schwangere erhältlich. Florian Schuh/ddp

Schwangere, die Angst vor einer Ansteckung mit dem A/H1N1-Virus haben, können sich von nun an mit dem adjuvans- und thiomersalfreien Impfstoff „CSL H1N1 Pandemic Influenza Vaccine“ gegen die so genannte Schweinegrippe immunisieren lassen. Erhältlich ist die Schweinegrippe-Impfung speziell für Schwangere ausschließlich bei den Gynäkologen und ausgewählten Gesundheitszentren.

Insgesamt sind rund 150.000 Einzeldosen der Schweinegrippe-Impfung erhältlich, welche die gynäkologischen Praxen ab sofort für Schwangere bestellen können. Andere Personengruppen haben derzeit in Deutschland kein Anrecht auf die Schweinegrippe-Impfung ohne Wirkverstärker, die in anderen Ländern bereits seit längerem zur Pandemiebekämpfung eingesetzt wird.

„Der jetzt in Deutschland verfügbare nicht-adjuvantierte Spaltimpfstoff ist seit Mitte September in den USA und Australien zugelassen, zudem in Kanada und Singapur“, sagte Dr. Susanne Stöcker vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) zur „Ärzte Zeitung“. Dort werde die Schweinegrippe-Impfung ohne Wirkverstärker jedoch allen Personengruppen verabreicht. Die registrierten Nebenwirkungen glichen dabei denen der saisonalen Grippe.

Schweinegrippe-Impfung nicht nur für Schwangere geeignet

Außer der neuen Schweinegrippe-Impfung ohne Wirkverstärker sei laut PEI und dem Robert-Koch-Institut (RKI) auch der bereits seit längerem erhältliche Impfstoff Pandemrix für Schwangere geeignet. Grundsätzlich würden keine Sicherheitsbedenken bestehen, jedoch auch keine Langzeitstudien existieren, weswegen derzeit die Schweinegrippe-Impfung ohne Wirkverstärker der Schweinegrippe-Impfung mit Pandemrix vorgezogen werden sollte. „Ob es vernünftig war Schwangere mit Pandemrix zu impfen, wird erst die Untersuchung der Neugeborenen zeigen“, kommentierte Dr. L. Rogg, ehemaliger Chefarzt für Anästhesie auf aerztezeitung.de.

Außer den besonders gefährdeten Schwangeren sollten sich laut dem Robert-Koch-Institut jedoch grundsätzlich auch weiterhin alle Bevölkerungsgruppen ab einem Alter von 6 Monaten die Schweinegrippe-Impfung injizieren lassen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass eine neue Welle der Schweinegrippe erwartet wird. Jörg Hacker, Direktor des RKI, warnt derzeit vor einer Unterschätzung des A/H1N1-Virus.

Schweinegrippe-Impfung weiterhin empfehlenswert

Trotz rückläufiger Zahlen von Schweinegrippe-Erkrankten sei die Gefahr einer Ansteckung und damit verbunden das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufes nicht gebannt. „Die Neue Grippe ist nicht verschwunden“, erklärte Hacker am Donnerstag im ZDF-„Morgenmagazin“. Insgesamt würden in der Bundesrepublik bereits 119 Todesfälle bekannt geworden sein, die auf die Schweinegrippe zurückzuführen seien. Weitere Todesfälle sind derzeit nicht ausgeschlossen.

Laut Hacker könne man daher nicht von einem Ende der Pandemie sprechen. Zwar hätten sich zuletzt mit 6.800 Neuerkrankungen innerhalb einer Woche deutlich weniger Menschen mit der Schweinegrippe angesteckt als zum Pandemiehöhepunkt mit 30.000 Neuinfektionen, es sei jedoch möglich, dass „wir im späten Winter oder im Frühjahr eine weitere Welle bekommen“, erklärt der Leiter des RKI. (gr/ddp)

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