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Schweiz: UBS-Bank schreibt Milliarden ab

Die Schweizer Großbank UBS hat fast genau 10 Jahre nach ihrer Gründung den Tiefpunkt erreicht. Aufgrund der US-Hypothekenkrise musste das Bankhaus mehr als 14, 2 Milliarden Dollar abschreiben. Dies entspricht etwa 9,5 Milliarden EURO. Durch diese enorm hohen Abschreibungen wird die größte Schweizer Bank vermutlich erstmals seit ihrem Bestehen einen Verlust ausweisen müssen. Im Vergleich zu anderen europäischen Banken hat USB mit diesen hohen Abschreibungen am meisten unter der Hypothekenkrise gelitten.

Das Schweizer Bankhaus erhält zeitgleich eine Kapitalspritze von etwa 13 Milliarden Franken (7,8 Milliarden Euro) von zwei ausländischen Anlegern. Seitens der Regierung von Singapur erfolgt eine Beteiligung über die Government of Singapore Investment Corporation Pte Ltd. (GIC) in Höhe von 11 Milliarden Franken. Zusätzliche 2 Milliarden Franken werden von nicht genannten Anlegern aus dem Nahen Osten investiert.

Um die Kapitalbasis zu stärken will das Bankhaus zudem eigene Aktien verkaufen. Außerdem sollen die Aktionäre für das endende Jahr 2007 Aktiendividenden anstatt Bardividende erhalten. Im Jahre 2006 konnte UBS noch einen Reingewinn von 12,2 Milliarden Franken verbuchen. Anfang Oktober war allerdings eine Wertberichtigung in Höhe von 4,2 Milliarden Franken notwendig geworden.

Der UBS-Konzernleiter Marcel Rohner kündigte nun mehr an, dass es zukünftig ein besseres Risikomanagement in der Bank geben werde. Außerdem soll es zu einer Verkleinerung der Investmentbank kommen. 1500 Arbeitsstellen sollen bis zum Jahresende gestrichen werden. Rohner machte allerdings deutlich, dass das integrierte Geschäftsmodell der Bank funktioniert. Rohner hatte die Führung der Bank erst im Juli von Peter Wuffli übernommen.

Die UBS gilt im Bereich der Vermögensverwaltung als größter Anleger für reiche Privatpersonen der Welt. Rohner erklärte, dass in diesem Kernbereich „ Gewinne nahe dem Rekordniveau“ erzielt werden.

Unklar blieb, welche Risiken nach den hohen Abschreibungen noch in den Büchern der Bank verbleiben. Der Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel erklärte allerdings, dass die Bank mit neuen Eigenmitteln in Höhe von 19,4 Milliarden Franken für die weiterhin schwierigen Marktbedingungen gewappnet sein. Die USB sei eine der „am besten kapitalisierten Banken weltweit“. Ospel hält noch schlimmere Auswirkungen für unvorstellbar.

Die Unternehmensberatung McKinsey erwartet im Zuge der weltweiten Finanzkrise noch weitere unangenehme Überraschungen in der Bilanz von Banken. Der McKinsey-Deutschlandchef Frank Mattern sagte gegenüber dem „Handelsblatt“, das „das wahre Ausmaß sich vielleicht erst mit Vorlage der Bilanzen führ 2007 offenbaren“ wird. Es besteht nach wie vor die Gefahr, dass Fonds und Banken in größerem Umfang Notverkäufe von Wertpapieren vornehmen müssen.

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