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Schwere Kritik an Studie zur Integration der Türken in Deutschland

Einer Studie nach die heute in Berlin veröffentlicht wurde, sollen Menschen mit türkischer Herkunft hierzulande immer noch erkennbar schlechter integriert als andere Zuwanderergruppen.

Aber es geht noch weiter, dem Ergebnis der Studie nach sind Menschen türkischer Herkunft auch beruflich weniger erfolgreich. Türken sind hierzulande häufiger als andere ohne Job und auch die Hausfrauenquote sei hoch, hieß es weiter in der Studie.

Kritik an der Aussagekraft der Studie

Der Islamwissenschaftler Bekir Alboga kritisierte die Studie des Berlin-Instituts. Bekir Alboga sagte gegenüber der «Neuen Osnabrücker Zeitung»  in ihrer Montagausgabe, dass eine derartige Behauptung erst noch wissenschaftlich bestätigt werden müsse.

Ferner unterstrich Alboga, dass zahlreiche erfolgreiche türkische oder türkisch stämmige Unternehmer, Mediziner, Schauspieler, Autoren und Journalisten derzeit in der Bundesrepublik leben und es kaum einen Berufszweig gibt, in dem Sie nicht sehr vorbildliche türkisch stämmige Menschen finden.

Alboga machte der Wissenschaft den Vorwurf, dass auch sie zu spät das Versagen des deutschen Schulsystems bei der Integration festgestellt habe. Viele Kinder hätten es in der Schule mit diskriminierenden Lehrern zu tun gehabt und für sie gebe es gezielt mehr Empfehlungen für die Hauptschule als für Realschulen oder Gymnasien. Gemessen an der zu geringen staatlichen Förderung sei die Integration türkisch stämmiger Menschen sehr erfolgreich.

Politische Versäumnisse und wenig überraschend

Der Vorsitzende des Deutsch-Türkischen Forums der CDU in Nordrhein-Westfalen, Bülent Arslan, hat politische Versäumnisse bei der Integration türkischer Einwanderer in Deutschland bemängelt. Bis Ender der 90er Jahre ist die deutsche Politik in Sachen Integration mehr oder weniger untätig geblieben, so Arslan gegenüber der Essener »Westdeutschen Allgemeinen Zeitung«.

Arslan zeigte sich vom Ergebnis der Studie wenig überrascht. Er sagte, dass es für immer immer klar war, dass die Probleme, die Deutschland im Bereich der Integration hat, gerade bei den Türken am stärksten sind. Etliche Zuwanderer hätten in ihrer Heimat keine Schule besucht und ein «niedriges bis niedrigstes Bildungsniveau».

Saarland schneidet am schlechtesten ab

Am schlechtesten hat das Saarland abgeschnitten: 45 Prozent der Türken und Türkischstämmigen dort seien ohne jeglichen Bildungsabschluss. Der Schlüssel zu Bildung und Erfolg sei die Sprache, sagte Reiner Klingholz, Direktor des Berlin-Instituts. „Wir haben uns viel zu lange daran gewöhnt, dass wir Grundschulklassen haben, in denen 80 Prozent kein Deutsch verstehen“, kritisierte Klinholz. (ddp/dtn/ba/mg)

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