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Service: Schulanfänger fordern erhöhte Aufmerksamkeit

Service: Schulanfänger fordern erhöhte Aufmerksamkeit

In diesen Tagen neigen sich in den ersten Bundesländern die Sommerferien dem Ende zu.

Bremen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen machen morgen (6. 8. 2009) den Anfang. Autofahrer müssen vermehrt mit Gefahrensituationen rechnen, denn mit dem Schulbeginn werden auch Zehntausende von Erstklässlern das Straßenbild bestimmen. Sie sind häufig noch nicht so vertraut mit den Verkehrsregelen, neigen zu unkontrolliertem Verhalten und lassen sich zudem leicht ablenken.

Die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) rät allen Autofahrern, insbesondere in der Nähe von Schulen und in Wohngebieten zu erhöhter Aufmerksamkeit. Goldene Regel: Fuß vom Gas und jederzeit bremsbereit sein. Auch an Bus- und Bahnhaltestellen sowie vor Fußgängerüberwegen sollte das Tempo deutlich reduziert werden. Parkverbote sollten vor allem an Einmündungen, im Kreuzungsbereich sowie auf Geh- und Radwegen besonders ernst genommen werden, um die Sicht nicht zu behindern und ABC-Schützen keine unnötigen Hindernisse in den Weg zu stellen. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie sind häufig noch im Straßenverkehr überfordert, bewegen sich deshalb oft unsicher und können beim Überqueren der Straße die Geschwindigkeit und Entfernung eines Fahrzeugs nicht richtig einschätzen. Auch sind Erstklässler nicht in der Lage, über Autos hinwegschauen und erkennen drohende Gefahren häufig zu spät. Sie haben nicht nur wegen ihrer Größe, sondern auch von Natur aus ein kleineres Sichtfeld. Erwachsene Fußgänger sollten sich zudem in der Nähe von Kindern auf ihre Vorbildfunktion besinnen und beispielsweise nicht bei Rot über die Ampel gehen.

Doch nicht nur die Autofahrer, sondern auch die Eltern können etwas für einen Schulweg tun. Sie sollten am besten bereits vor dem Ferienende den Weg zum Unterricht mit ihrem Kind üben. Dabei ist vor allem auf besondere örtliche Gefahrenpunkte hinzuweisen. Lob sollte dabei vor Angstmacherei gehen. Der kürzeste Weg muss nicht immer der beste sein. Gegebenenfalls sollte auch ein kleiner Umweg in Kauf genommen werden, wenn die Strecke sicherer ist. Die GTÜ empfiehlt zudem einen Rollentausch, bei dem das Kind den Eltern den Schulweg erklärt. Erfahrungen zeigen aber auch, dass Kinder nach einiger Zeit nicht selten einen anderen Weg als den vereinbarten wählen. Wer die Möglichkeit dazu hat, sollte deshalb hin und wieder den Gang zur Schule kontrollieren.

Grundsätzlich sollten sich Erstklässler ohne Hektik auf den Weg machen, um überhastetes Verhalten zu vermeiden. Dazu zählen rechtzeitiges Aufstehen und ein ruhiges Frühstück. Eltern sollten daher morgens etwas mehr Zeit für sich und ihr Kind einplanen. Helle, auffällige Kleidung und Reflektoren an den Schulranzen empfehlen sich ebenfalls. Wenig hält die Gesellschaft für Technische Überwachung davon Kinder vor dem neunten Lebensjahr mit dem Fahrrad zur Schule fahren zu lassen. Sollte es sich trotzdem nicht vermeiden lassen, gehören die Kinder mit ihrem Fahrrad auf den Gehweg. Auch hier sollte rechtzeitig vor Schulbeginn geübt werden.

Wer sein Kind mit dem Auto zur Schule bringt, muss auch auf kurzen Strecken für den richtigen Sitz sorgen, denn entgegen langläufiger Meinung passieren die meisten Schulwegunfälle mit tödlichem Ausgang für Kinder nicht zu Fuß, sondern als Beifahrer. Erst recht auf den sicheren Transport ist zu achten, wenn Fahrgemeinschaften gebildet werden. Der ADAC rät davon ab, Kinder regelmäßig mit dem Pkw in die Schule zu bringen, um ihnen die Möglichkeit zu bieten, selbst Erfahrungen auf dem Wer zur Schule zu sammeln.

Wird der Bus benutzt, sollten Eltern auch hier vorab das richtige Verhalten beim Warten, Ein- und Aussteigen sowie während der Fahrt mit dem Schulanfänger besprechen und – wenn möglich –im Alltag üben. (ar/jri)

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