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Medienberichten zufolge treibt ein neuer Trojaner im Internet sein Unwesen, der Google-Werbeanzeigen austauscht. Es handelt sich um das Trojanische Pferd Trojan.Qhost.WU, das die Host-Datei von Windows verändern, erklären die Sicherheitsexperten von BitDefender. Dazu wird die lokale Konfigurationsdatei, die die Zuordnung von IP-Adresse und Domain-Namen vornimmt, modifiziert. In dieser modifizierten Datei gibt es eine Zeile die auf den Host ‘page2.googlesyndication.com’ zurückverweist, welcher wiederum über eine IP-Adresse anderen Formats verweist, als er eigentlich sollte.
Durch den Trojaner werden die Anfragen auf Werbeanzeigen auf Googles AdServer abgefangen und umgeleitet auf die Webseiten anderer Anbieter, so dass nicht nur der Kunde andere Websites angezeigt bekommt als erwünscht, sondern diese auch am Computersystem des Nutzers selbst Schaden anrichten können. Auch die Werbenden selbst würden hierdurch Verluste machen, da ihre Werbung nicht zu ihren Sites und damit ihren Produkten führt. Viren-Analyst Attila-Mihaly Balazs von BitDefender sieht deshalb in dem Trojaner eine doppelte Bedrohung, die nicht zu unterschätzen sei.
Das Prinzip des Trojaners, die Modifikation der Host-Datei, ist nicht neu, allerdings stand noch nie Google im Mittelpunkt des Interesses. Auch die Google Toolbar ist nicht sicher vor dem Angriff von Hackern, warnt Sicherheitsforscher Aviv Raff. So sei es für einen Angreifer möglich, über die Google Toolbar die Identität des Nutzers anzunehmen und auf dem System einen beliebigen Code auszuführen. So werden über manipulierte Websites gefälschte Buttons an der Toolbar angebracht, über die Phishing-Attacken ausgeführt werden können. Raff empfiehlt, keine neuen Buttons zur Toolbar hinzuzufügen, bis Google diese Sicherheitslücke geschlossen hat.
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