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News vom 01. April 2008
Der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS wird von einem Skandal um mögliche Insidergeschäfte erschüttert. Der Vorwurf: Zahlreiche Vorstände sollen angesichts von Problemen mit dem A380 rechtzeitig ihre Aktien verkauft haben, bevor die Lieferverzögerungen öffentlich wurden und für einen Kurssturz an der Börse sorgten.
Bereits jetzt ist von einem der größten Insiderskandale in Europa die Rede. Die Pariser Börsenaufsicht AMF hat laut einem Bericht des „Spiegel“ ausreichend Beweise für Insidergeschäfte gesammelt und bereits die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Die AMF habe Belege dafür gefunden, so berichtet das Nachrichtenmagazin, dass EADS die Finanzmärkte über die Verspätungen beim Bau des Riesen-Airbus A380 nicht ordnungsgemäß informierte.
Manager von EADS und der Tochter Airbus hätten „im großen Stil Insidergeschäfte betrieben“. Nachdem Airbus die Lieferverzögerungen publik machte, sank der Aktienkurs binnen weniger Stunden um ein Viertel. Sollten die Vorstände, die möglicherweise bereits länger von den Problemen wussten, ihre Aktien rechtzeitig verkauft und dabei ihr Insiderwissen genutzt haben, wäre das illegal. Namen der Beschuldigten wurden nicht genannt, ermittelt wird laut „Spiegel“ gegen insgesamt 17 noch amtierende und inzwischen ausgeschiedene Manager.
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