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Stiftung Warentest: Viele Schulranzen leuchten nicht genug

Stiftung Warentest: Viele Schulranzen leuchten nicht genug © ddp images/dapd/Mario Vedder

Der Kauf des ersten Schulranzens ist für viele Kinder ein ganz besonderes Ereignis. Endlich dürfen sie auch einen Tornister auf dem Rücken tragen und somit zu den „Großen“ gehören. Bei der Wahl des Ranzens spielt bei ihnen in der Regel die Optik die wichtigste Rolle. Doch auch wenn es Eltern schwer fällt – beim Kauf sollten sie ein Wörtchen mitreden. Denn das Kriterium „Sicherheit“ wird bei vielen Ranzenmodellen nicht ausreichend erfüllt. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest, die 18 Modelle unter die Lupe genommen hat.

Damit Kinder in der Schule überhaupt sicher ankommen, spielt die Verkehrssicherheit des Ranzens eine wichtige Rolle. Nur wenn er kräftig leuchtet, ist er für Autofahrer bei jedem Wetter und zu jeder Tageszeit rechtzeitig zu erkennen. Dafür muss der Schulranzen zum einen mit retroroflektierenden Streifen mit dem Katzenaugeneffekt ausgestattet sein, die für Sicherheit in der Dunkelheit sorgen. Zum anderen muss er orangefarbene fluoreszierende Flächen aufweisen, die den Ranzen bei Dämmerung und Tageslicht gut sichtbar sein lassen.

Doch genau dieses Merkmal weisen viele Modelle der aktuellen Schulranzen-Kollektion nicht auf. Zu diesem Ergebnis ist  der aktuelle Test der Stiftung Warentest zu Schulranzen gekommen. Demnach fallen zehn der getesteten 18 Modelle mit einem „Mangelhaft“ durch, weil sie nicht genug leuchten und Kinder damit auf dem Weg zur Schule oder zurück in Gefahr bringen.

Auch für Eltern sei es nicht einfach, sichere von unsicheren Schulranzenmodellen zu unterscheiden, heißt es in der Untersuchung, da alle untersuchten Modelle knallig bunt seien. Zudem handele es sich beim Fehlen von Zusatzwarnflächen am Tornister nicht um Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen. Die Stiftung Warentest weist in ihrer Untersuchung darauf hin, dass jedoch ein 20-prozentiger Anteil von selbstleuchtenden Signalfarben an den Rück- und Seitenflächen in der DIN-Norm 58124 als Maßstab festgelegt ist.

Drei Gewinner

Zu den Gewinnern der 18 getesteten Modelle zählen laut dem Testergebnis die folgenden drei: Den ersten Platz belegte das Modell „Die Spiegelburg – Ergo Style, fluoreszierend“. Er erhielt die Note Gut (2,3). Als positiv wurde bewertet, dass der Ranzen sicher und praktisch gestaltet sei und die Griffe gut verarbeitet seien. Einziges Manko: Der Deckel klappt häufig von allein zu.

Auf Platz zwei der Untersuchung landete der „Buddy Basic von Scout“. Er sei im täglichen Gebrauch der besten von allen untersuchten Modellen, eigne sich aber eher für mittelgroße oder große Erstklässler. Für zierliche ABC-Schützen ist das Modell demnach nicht zu empfehlen. Für den täglichen Gebrauch punktet er durch sein Gewicht und seine Sicherheit. Aber auch hier fanden die Tester einen Mangel: Es hieß, im Tragegriff enthalte der Buddy Basic bedenkliche Nonylphenolethoxylate.

Der Ranzen „DerDieDas Fliegengewicht XS“ hat in der Untersuchung den dritten Platz belegt. Unter den Siegern war er der leichteste und punktete durch seine Verarbeitung und die Sicherheitskriterien. Als eher unpraktisch wurde jedoch bewertet, dass im Hauptfach eine stabile Trennwand fehlt und sich die Gurte beim Tragen schwierig verstellen lassen.

Gerade Kinder achten bei der Wahl des Ranzens nicht auf derartige Kriterien. Daher sollten Eltern den Tornister mit ihren Kleinen gemeinsam auswählen und sich immer vor Augen führen: Geteste Ranzen sind das beste für das Kind.

Die getesteten Modelle

Neben den drei Testsiegern wurden in der Untersuchung folgende Modelle unter die Lupe genommen: Ergobag E-12-Set-xx, McNeull Ergo Light 912 Art.-Nr. 9561, McNeill Ergo Light Compact Art.-Nr. 9563, McNeill Ergo Light Trekking, Sammies by Samsonite Optilight, Scout Mega Basic, Scout Nano Basic und Step by Step Touch.

Des weiteren untersuchte die Stiftung Warentest sechs Modelle, die nicht der Schulranzennorm entsprechen. Dazu zählen: Die Spiegelburg Ergo Style, McNeill Ergo Light 912 Art.-Nr. 9577, McNeill Ergo Light Compact Art.-Nr. 9560, Scout Buddy Style-Set, Scout Mega Style-Set und Scout Nany Style-Set.

Leuchtflächen sind das A&O

Neben dem Kriterium „optische Warnwirkung“ sind bei der Untersuchung der Stiftung Warentest die Punkte „täglicher Gebrauch“, „Materialeigenschaften“ und „Schadstoffe“ in das Testergebnis mit eingeflossen.

Schon ältere Tests der Stiftung Warentest haben gezeigt, dass die Hersteller ihre Modelle häufig nicht ausreichend mit Leuchtflächen ausstatten. In seiner Untersuchung im Jahr 2009 fielen zwei der zwölf getesteten Modell durch, weil sie gar keine fluoreszierenden Signalflächen aufwiesen. Das waren der McNeill Ergo-Light-Compact und der Step by Step von hama. Testsieger wurde damals der Jack Wolfskin Schoolmate Safety XT.

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