News vom 22.11.2016

Strengere Umweltauflagen für Heizungen und Kamine beschlossen

Strengere Umweltauflagen für Heizungen und Kamine beschlossen © dpp

Nachrüstungspflicht für den Großteil der bestehenden Feuerungsanlagen

Berlin. Für Öfen und Kamine in Privathaushalten gelten in Zukunft strengere Umweltauflagen. An diesem Donnerstag stimmte der Bundestag mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen sowie der SPD einer Verordnung zu, mit der vor allem der Ausstoß von Feinstaub und Treibhausgasen begrenzt werden soll. Mit dieser Verordnung sollen die bisherigen Regeln aus dem Jahr 1988 dem aktuellen Stand der Technik angepasst werden.

Die Verordnung regelt dabei, unter welchen Bedingungen Kamin- und Kachelöfen, Herde und offene Kamine in Zukunft betrieben werden dürfen. Unter anderem enthält sie auch eine genaue Liste mit sämtlichen Brennstoffen, die in den Anlagen verbrannt werden dürfen. Hierbei sollte auch beachtet werden, dass ungeeignete Brennstoffe die Kaminscheiben schnell verdrecken und diese dann regelmäßig mit speziellen Kaminscheibenreinigern gereinigt werden müssen. Gleichzeitig sollen die Emissionsgrenzwerte zudem stufenweise verschärft werden. Für die meisten bestehenden Feuerungsanlagen sieht die Verordnung demnach eine Nachrüstungspflicht vor, jedoch mit langen Übergangsfristen bis 2014 oder sogar 2024.

Nach jetzigen Erkenntnissen liegt der Bestand an Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe in Deutschland bei mehr als 15 Millionen. Auf die Verbraucher sieht die Regierung aber keine größeren Kosten zukommen. Wer zum ersten Mal eine Kleinfeuerungsanlage errichte, habe lediglich mit geringfügigen Mehrkosten zu rechnen, heißt es in der Verordnung. Für Betreiber von Altanlagen würden sich die Kosten dagegen einmalig auf schätzungsweise 100 bis 500 Euro im Durchschnitt belaufen, die zum Teil an die Verbraucher weiter gegeben werden könnten.

Der Bundesrat hatte dieser Verordnung bereits auf seiner Sitzung im Oktober zugestimmt. Diese tritt in sieben Wochen in Kraft. (ij/ddp)

Anzeige:




Ähnliche Nachrichten: