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Studie: Bei Rückenproblemen wird zu schnell geröntgt

Studie: Bei Rückenproblemen wird zu schnell geröntgt © Dieter Schütz  / pixelio.de

Millionen von Bundesbürgern leiden mehr oder weniger regelmäßig an Rückenschmerzen. Oft werden die Probleme in der Hoffnung auf eine sich dann in der Tat in vielen Fällen von selbst einstellende Besserung nicht aktiv bekämpft und wenn doch, ist es nicht immer zwingend die richtige Entscheidung.

Denn wer mit einem Rückenleiden zum Arzt geht, landet nicht selten unter einem Röntgengerät. Wie nun eine Untersuchung der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt, sind Röntgenaufnahmen bei Rückenschmerzen aber längst nicht immer sinnvoll. Vielmehr würden jährlich rund 50.000 Patienten unnötigerweise der Strahlenbelastung ausgesetzt.

Vor allem bei relativ plötzlich auftretenden, akuten Rückenschmerzen ist es keineswegs immer nötig, Röntgenaufnahmen zu machen. Der Grund dafür ist, dass sich derlei Probleme oft innerhalb von rund sechs Wochen ebenso schnell wieder verflüchtigen wie sie gekommen sind. Erst danach sei dann eine Röntgenaufnahme als sinnvolle Methode zur Abklärung der Schmerzursache in Erwägung zu ziehen.

Weil Rückenschmerzen ganz oft auch durch über- und fehlbelastete Muskeln entstehen, was auf Röntgenbildern nicht zu erkennen ist, wird ein Großteil der Rückenpatienten unnötigerweise geröntgt. Und laut der Erhebung der TK werden bei jedem dritten Patienten mit Rückenproblemen Röntgenbilder angefertigt, obwohl die erwähnte Sechs-Wochen-Frist noch gar nicht abgelaufen ist.

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