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Studie: Deutschen greifen zu immer mehr Schmerzmitteln

Studie: Deutschen greifen zu immer mehr Schmerzmitteln

Die Menschen in Deutschland nehmen immer mehr rezeptpflichtige Schmerzmittel zu sich. Laut einer aktuellen Studie des Arzneiprüfungsinstitutes (DAPI) hat sich die Zahl der von Ärzten verschriebenen Schmerzmittel-Packungen allein zwischen 2005 und 2011 um 2,3 Millionen erhöht, weshalb Experten vor einer zunehmenden Medikamenten-Abhängigkeit warnen.

Während die gesetzlich versicherten Patienten in Deutschland im Jahr 2005 noch 4,2 Millionen Packungen verschrieben bekamen, waren es 2011 bereits 6,3 Millionen, was einem Plus von rund 50 Prozent in einem vergleichsweise geringen Zeitraum entspricht. Verantwortlich für diesen deutlichen Anstieg ist nach Einschätzung von Experten vor allem die immer älter werdende Bevölkerung. Und auch, dass die Überlebensraten bei Krebspatienten stetig größer werden, spielt eine nicht zu unterschätzenden Rolle bei dieser Entwicklung.

Die verschreibungspflichtigen Medikamente werden in der Regel bei chronischen Schmerzen verwendet, bei denen rezeptfreie Schmerzmittel wie etwa die weit verbreiteten Aspirin oder Paracetamol nicht für Abhilfe sorgen können. Insbesondere gilt dies für Schmerzen an Kopf und Rücken aber auch am Knie oder im Nacken, wovon Schätzungen zufolge mehrere Millionen Bundesbürger betroffen sind.

Die Zahlen des Arzneiprüfungsinstitutes basieren dabei auf den Statistiken der Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbände, die nur die Daten der über die Gesetzliche Krankenversicherung abgerechneten Rezepte erfasst, womit der tatsächliche Konsum von Schmerzmitteln in Deutschland sogar noch höher liegen dürfte. Der Großteil der Schmerzmittel-Packungen wird dabei mit 47 Prozent von Allgemeinärzten verschrieben. Danach zeichnen für 17 Prozent der Rezepte Internisten verantwortlich. Bei starken Schmerzmitteln beträgt der Anteil der Allgemeinmediziner sogar 56 und der der Internisten 22 Prozent.

Die zunehmende Verschreibung von starken Schmerzmitteln stößt allerdings bei Experten auch auf Kritik, die eine vermehrte Abhängigkeit von Patienten fürchten. Darüber hinaus seien in vielen Fällen aber auch Wechsel- und Nebenwirkungen insbesondere bei älteren Menschen, die häufig eine Vielzahl verschiedener Medikamente gleichzeitig einnehmen, nicht ausreichend erforscht. Unter anderem beziehen sich Kritiker auch auf eine zumindest zum Teil willkürlich erscheinende Verschreibung von Schmerzmitteln, was daran zu erkennen ist, dass laut dem im Sommer vorgestellten Arzneimittelreport der Krankenkasse Barmer GEK Frauen generell deutlich mehr Medikamente verschrieben bekommen als Männer, obwohl es rein medizinisch dafür keine triftigen Gründe gibt.

Das Zentralinstitut für kassenärztliche Versorgung in Deutschland sieht dies Probleme indes weniger gravierend an und betont, dass 2010 zwar etwa 3,6 Millionen Patienten über 65 Jahren Medikamente, die auf der sogenannten Priscus-Liste, auf der potenziell ungeeignete Mittel gesammelt werden, standen, erhalten haben, doch nur rund ein Viertel dieser Patienten in Dauertherapie waren.

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