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Studie: Jeder dritte Erwachsene wird gemobbt

Studie: Jeder dritte Erwachsene wird gemobbt © Stephanie Hofschlaeger  / pixelio.de

Immer mehr Menschen leiden in Deutschland an psychischen Problemen, wofür es eine Reihe von Ursachen gibt. Eine davon ist, Opfer von Mobbing zu werden, wie es einer aktuellen Studie zufolge offenbar nicht wenigen Deutschen widerfährt.

Wie aus einer Untersuchung des “Bündnisses gegen Cybermobbing“, für die 6.200 Deutsche über 18 Jahren befragt wurden, hervorgeht, ist in Deutschland sogar jeder dritte Erwachsene von Mobbing betroffen, wobei sich der Großteil der Vorkommnisse in der realen Welt abspielt, jeder zehnte Erwachsene aber auch schon im Internet Opfer entsprechender Attacken wurde.

Deutlich häufiger von Mobbing betroffen sind im Geschlechtervergleich Frauen, deren Risiko rund 1,5-mal höher ist als bei Männern. Bemerkenswert ist dabei vor allem, dass Mobbing oft keine kurzfristige Erscheinung ist, sondern sich über einen längeren Zeitraum ziehen kann. Dem “Bündnis gegen Cybermobbing“, das 2011 unter anderem von Eltern, Pädagogen, Juristen, Medizinern und Forschern ins Leben gerufen worden ist, zufolge dauern zwei von fünf Hass-Attacken mehr als ein Jahr.

Während die Gründe für Mobbing aus Sicht der Opfer nicht selten in starren Hierarchien oder Neid zu suchen sind, mussten sich 31 Prozent der Opfer von Cybermobbing in ärztliche Behandlung begeben, wobei die Hälfte davon an Depressionen leidet und jeder Zehnte nach eigener Einschätzung sogar suizidgefährdet ist.

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