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© Volker Hartmann/ddpNeues ist nicht immer gleich besser. Was in vielen Bereichen des Lebens zutrifft, gilt offenbar auch bei Medikamenten. Wie führende Mediziner in der am Freitag (17. Februar) erschienenen Ausgabe des “Deutschen Ärzteblattes“ berichten, ist die Wirkung neuer Arzneimittel älteren Medikamenten häufig nicht überlegen.
Zu diesem Ergebnis kamen die Experten nach der eingehenden Analyse der Zulassungsstudien von 39 Medikamenten, die in den Jahren 2009 bis 2010 in Deutschland auf den Markt kamen. Nach den Untersuchungen, an denen unter anderem die Vize-Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Prof. Ursula Gundert-Remy, beteiligt war, schreiben die Forscher im “Ärzteblatt”: “Nur in Ausnahmefällen ging aus den Zulassungsstudien eindeutig hervor, dass ein neu zugelassenes Fertigarzneimittel einen höheren therapeutischen Nutzen hat als vorhandene Alternativen.”
Allerdings würden die neuen und in der Regel teureren Medikamente stark beworben, um den Ärzten eine Verordnung schmackhaft zu machen, obwohl die nüchternen Fakten dafür sprechen, dass die neuen Präparate keineswegs besser seien als die alten.
So bemängeln die Experten im “Ärzteblatt” auch eine oftmals geringe Aussagekraft der Zulassungsstudien, da nicht selten nur unzureichende Daten hinsichtlich der Verträglichkeit vorliegen und somit die Nebenwirkungen oft nicht genau eingeschätzt werden können.
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