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Studie von ARD und ZDF beurteilt KIKA als bestes Kinderprogramm

Privatsender äußern Vorbehalte

Die ARD/ZDF-Medienkommission hat mit einer aktuellen Studie das Programm der Kindersender Kinderkanal (Ki.Ka), Super RTL und Nick untersuchen lassen. Das Ergebnis ist dabei nicht wirklich überraschend: Der 1997 gestartete Kinderkanal von ARD und ZDF bietet der Studie zufolge das «beste und vielfältigste Kinderprogramm im deutschen Fernsehen». Für die These, dass sich die Programme von ARD und ZDF und die der Privatsender anglichen, gebe es hier somit keinen Beleg, äußerte der Vorsitzende der Medienkommission und Intendant des Hessischen Rundfunks, Helmut Reitze, am Montag bei der Vorstellung der Programmanalyse in Berlin.

Die vom Kölner IFEM Institut für empirische Medienforschung erstellte Studie hebt etwa hervor, dass beim Ki.Ka 893 Minuten Informations-programme 208 Minuten bei Super RTL und 218 Minuten bei Nick wöchentlich gegenüberstehen. Der Sender habe ferner den größten Anteil an redaktionell verantwortetem Programm. Zudem bringe dieser erheblich mehr deutsche und europäische Produktionen. Da der Ki.Ka auch keine Werbung ausstrahle, biete er mehr redaktionelles Programm als die kommerziellen Kindersender.

Nach Angaben der Studie ist der Ki.Ka nicht nur «das Programm mit der größten Vielfalt an Programmsparten, Themen und Sendungsformen», sondern weise auch die «größte kulturelle, zeitliche und menschliche Nähe zur Lebenswelt der jungen Zielgruppe» auf. Untersucht wurde dabei eine «künstliche Woche» des Programms von 06.00 bis 21.00 Uhr im Zeitraum zwischen August und Oktober 2008.

Privatsender sehen Untersuchung eher kritisch

Dass die betroffenen Privatsender der Studie nicht widerspruchslos zustimmen, ist klar. Der Vice President des 2005 gestarteten Senders Nick, Oliver Schablitzki meinte, er sei froh, dass es die Untersuchung gebe, die eine gute Diskussionsgrundlage sei. Skeptisch sieht er allerdings, dass ein Bogen geschlagen werde zu der Qualität aufgrund der Herstellungsländer der Sendungen und der Art der Formate.

Sicherlich gebe es beim Kinderkanal mehr Informationsprogramme, äußerte Super RTL-Geschäftsführer Claude Schmit. «Wir sind aber auch ein Unterhaltungs-unternehmen», fügte er erklärend hinzu. Und dass sein Sender dabei auch Geld verdiene, sei überlebensnotwendig. Zudem macht er darauf aufmerksam, dass Super RTL – der im Jahr 2005 den zehnten Geburtstag gefeiert hatte – beim Marktanteil «nach wie vor die Nummer 1» sei.

So kam der Kölner Sender bei Kindern zwischen 3 und 13 Jahren den Angaben zufolge zwischen Januar und Mai auf einen Marktanteil von 24 Prozent. Beim Ki.Ka waren es 19,4 Prozent und bei Nick 10,5 Prozent. Die ARD erreichte 3,8 und das ZDF 3 Prozent.

Ki.Ka-Programmgeschäftsführer Steffen Kottkamp sieht die Arbeit seines Senders bestätigt. Allerdings räumte er gleichzeitig ein, das Programm befinde sich in ständiger Evaluation. Ab September sei eine tägliche halbstündige Doku-Strecke geplant. Außerdem machte er darauf aufmerksam, dass der Sender etwas mehr von Mädchen geschaut werde, bei der «Ansprache von Jungen» könne noch etwas getan werden. Auch eine Ausweitung der Sendezeit von 21.00 auf 23.00 Uhr ist nach wie vor ein wichtiges Anliegen des Ki.Ka. Noch ist das Thema aber in der Diskussion zwischen ARD und ZDF. (dtn/ij/ddp)

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