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News vom 04. Dezember 2008

Tausende von Neuwagen bleiben dank der Autokrise in Bremerhaven stehen

Bremerhaven gehört zu den größten Autohäfen der Welt

Durch die aktuelle Autokrise stehen nun in Bremerhaven Unmengen an für den Im- und Export vorgesehene Neuwagen wie schon ewig nicht mehr. Im Moment sind es ungefähr 90 000 Autos, die teilweise sogar bis zu drei Monate auf dem Umschlagplatz stehen, berichtet der Sprecher des Logistikunternehmens BLG Logistics, Herr Hartmut Schwertfeger, am Donnerstag in Bremen. «Dies ist verhältnismäßig viel», fügte er noch hinzu.

Der Grund hierfür sei, dass geringer mengen an Neuwagen im Gegensatz zu sonst an die Händler oder in den Export gingen. Im Durchschnitt liege die Anzahl der gelagerten Fahrzeuge bei 50 000 bis 80 000 Autos. Im Allgemeinen gebe es zwar bis zu 110 000 Stellplätze, aber diese sollten nie komplett ausgeschöpft werden, weil womöglich keine Schiffe mehr entladen werden könnten. «Ein Hafen muss atmen können», so Herr Hartmut Schwertfeger.

Er vermutet, dass sich die derzeitige Lage am Hafen mit den angekündigten Produktionspausen mehrerer Hersteller bald beruhigen wird. Seit Beginn von dem Monat Dezember kommen weniger Autos in Bremerhaven an. «Und es wird vermutlich auch noch weniger werden», berichtet Hartumut Schwertfeger.

Stellte die BLG im ersten Halbjahr 2008 noch ein Wachstum von zehn Prozent fest, werde dieses zum Jahresende «langsam aufgefressen», erklärte der Sprecher. Laut Berechnung der BLG, werden im Jahr 2008 wieder insgesamt gut zwei Millionen Autos umgeschlagen, die gleiche Menge also wie im Rekordjahr 2007. Nächstes Jahr (2009) werde es aber schwieriger werden, das diese Marke erneut erreicht wird. Es ist davon auszugehen, dass das Autogeschäft erst ab dem 2. Quartal 2009 wieder allmählich aufwärts geht.

Der Umschlagsort Bremerhaven gehört zu den größten Autohäfen der Welt. Hier kommen die Autos unter anderem aus deutschen Produktionsstätten, aber auch aus Tschechien und der Slowakei sowie aus Korea, Japan und den USA an. (ddp/shu)

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