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Taxifahrern fahren die Kunden weg

Taxifahrern fahren die Kunden weg © Fabian Börner

Die Zeiten, in denen die Alternative zum eigenen Auto und den öffentlichen Verkehrsmitteln einzig aus einem Taxi bestand, sind vorbei. Heute stehen Taxiverbände unter zunehmenden Konkurrenzdruck.

Zum einen gewinnt das Konzept Carsharing immer mehr Anhänger. Die großen Anbieter wie Car2Go, DriveNow oder Flinkster erlauben kurze Stadtfahrten zu im Vergleich deutlich günstigeren Preisen. Eine Stunde in einem Smart fahren kostet bei Car2Go zum Beispiel maximal knapp 13 Euro, zuvor ist nur eine einmalige Anmeldegebühr zwischen neun und 19 Euro zu entrichten. Für die stündliche Nutzung eines Taxidienstes zahlt man in der Regel doppelt so viel.

Zum anderen sorgen Vermittler von Limousinenservices für einen stärkeren Wettbewerb. Die Chauffeurdienste warten nicht nur mit einem stattlichen Fuhrpark auf, sondern locken die Kunden noch dazu mit günstigen Festpreisen. Da der Chauffeurdienst nicht der Taxi-Gebührenordnung unterliegt, bleibt die Fahrt in der Limousine erschwinglich, manchmal liegen die Preise sogar unter den Taxigebühren. Lange Wartezeiten gibt es nicht, die Chauffeure kommen genau zur vereinbarten Zeit an. Besonders beim Flughafentransfer, bei dem Pünktlichkeit essentiell ist, stehen Taxifahrer deswegen immer häufiger hinten an.

Buchungsservice per App macht Carsharing und Chauffeurservices verbraucherfreundlich
Smartphone-Apps vereinfachen die Buchung entsprechender Dienste. Neben dem Termin können Kunden beim Limousinenservice von Blacklane via App das Fahrzeug wählen, in dem sie abgeholt werden möchten. Blacklane führt Premium-Fahrzeuge in den Kategorien Business Class, Business Van / SUV und First Class, neuerdings gehören auch Smarts zum Angebot. Den Chauffeurdienst können Kunden sowohl für klassische Transfers mit Abholort und Fahrziel als auch für Stundenbuchungen bei unterschiedlichen Fahrzielen via App ordern. Insbesondere für Geschäftsreisen, bei denen durchaus mehrere Meetings oder Veranstaltungen an verschiedenen Treffpunkten anstehen können, ist die Buchung bei einem Limousinenservice wie Blacklane somit von Vorteil.

Der Preis errechnet sich bei der Buchung aus der gewählten Fahrzeugklasse, der Strecke, der Vorbuchzeit sowie aus dem Abholzeitpunkt. Seit Anfang des Jahres kann Blacklane dank neuer Finanzspritzen von Investoren wie zuletzt der Daimler Mobility Services GmbH auf eine Expansion in über 130 Städte und 45 Länder blicken.

Freie Wahl beim Fahrzeugmodell gibt es auch bei einigen Carsharing-Angeboten. So können beispielsweise bei DriveNow Mini-Cabrios bis hin zu BMW1- und BMW -X1-Fahrzeugmodelle gemietet werden, in München und Berlin zudem Elektrofahrzeuge. Carsharing mit verschiedenen Fahrzeugtypen ist geringfügig teurer als bei Anbietern, die nur ein Fahrzeugmodell bereitstellen, wie Car2Go mit seinen Smarts. Kunden müssen überdies darauf achten, dass die Preise abhängig von Fahrzeugtyp und Saison (Sommer/Winter) unterschiedlich ausfallen. Freie Mietwagen können per App ausfindig gemacht werden; handelt es sich um einen Anbieter ohne feste Stationen, können die Mietwagen beliebig abgestellt werden.

Schwierige Zeiten stehen im Autohandel an
Von dem Trend zu Carsharing und Limousinenbuchung ist nicht allein das Taxigewerbe betroffen, auch für Autobauer stellt es ein Problem dar. Je mehr Zulauf in dem Segment verzeichnet werden kann, desto weniger potentielle Neuwagenkäufer werden sich finden lassen. Der Bundesverband CarSharing e. V. (bcs) spricht nach Veröffentlichung der Jahresbilanz 2013 von einem regelrechten Carsharing-Boom. Mittlerweile gehören 757.000 Teilnehmer zum Kundenkreis der etwa 150 deutschen Carsharing-Anbieter. Schon zwischen 2011 und 2012 gab es einen enormen Aufschwung.

Wenn es mit dem Carsharing weiter aufwärts geht, könnte das laut Experten einen Rücklauf bei den Autokäufen vor allem in Ballungsräumen nach sich ziehen. Bereits bei der jüngeren Generation macht sich die schwindende Bedeutung des eigenen Autos als Statussymbol bereits bemerkbar. Für Taxi- und Automobilunternehmen wird der Kampf um die Gunst der Kunden deshalb in Zukunft aller Voraussicht nach noch schwieriger werden.

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