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News vom 17. April 2009

Telekom stoppt Werbung nach Naziskandal bei Facebook

Medienberichten zufolge schreckt die Telekom sowie Apple der freizügige Umgang mit rechtsextremen Einträgen auf dem Online-Netzwerk Facebook vor weiterer Schaltung von Werbung ab. Am Mittwochabend habe die Deutsche Telekom ihre 3-minütige Werbung für sein Videoportal zurückgezogen, da die Anzeige direkt „neben rechtsradikalen, Hitler verherrlichenden Seiten“ erschienen sei und will dort vorerst auch keinerlei Werbung mehr schalten, bestätigte eine Telekom-Sprecherin am Donnerstag in Bonn gegenüber dem CultMagazin.

„Leider bietet Facebook Werbekunden keine gezielten Möglichkeiten außer über Merkmale wie Alter und Bildungsstand der Zielgruppen die Werbeplatzierung zu steuern. Wir sind entsetzt, dass Werbung für das Videoportal auf diese Weise zufällig neben faschistischen Seiten gelandet ist und wussten nicht, dass Facebook Rechtsradikalen hier überhaupt Raum gibt. Dies ist für uns völlig unverständlich. Wir ziehen daraus die Konsequenz unsere Werbung mit sofortiger Wirkung dort nicht mehr zu schalten“, äußerte sie.

In dem Online-Netzwerk Facebook machte das Blog Boocompany rund 200 rechtsextreme Titel aus und drohte am Donnerstag mit Strafanzeige, falls nicht sämtliche Profile und Seiten mit rechtsextremem Inhalt entfernt würden. Es ist bekannt, dass das Internet von Nazis gern zur Verbreitung ihrer menschenverachtenden Inhalte genutzt wird. Facebook müsse sich allerdings „ihrer gesellschaftlichen Verantwortung stellen und dafür sorgen, dass sie rechtsextremen Inhalten keine Plattform bieten“.

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