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Trotz Überschuss im Gesundheitsfond: Ärztepräsident Montgomery will höhere Krankenkassenbeiträge

Trotz Überschuss im Gesundheitsfond: Ärztepräsident Montgomery will höhere Krankenkassenbeiträge © Tim Riediger/ dapd

Obwohl die rund 150 gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland allein im ersten Quartal 2011 durch die Senkung von Ausgaben und die positive Entwicklung der Wirtschaft einen Überschuss von 1,5 Milliarden Euro erwirtschaftet haben, lehnt Ärztepräsidenten Frank Ulrich Montgomery Beitragssenkungen strikt ab und denkt langfristig sogar an Erhöhungen.

Gegenüber der “Südwest Presse” erklärte Montgomery, dass aufgrund des medizinischen Fortschritts und der steigenden Zahl älterer Menschen eine Beitragserhöhung in Zukunft unausweichlich sei: “Deswegen werden wir im heutigen System zwangsläufig zu höheren Kassenbeiträgen kommen, und darüber müssen wir uns langfristig Gedanken machen.”

Folglich bezeichnet der seit Anfang Juni als Präsident der Bundesärztekammer amtierende Montgomery die derzeit geführte Debatte über eine mögliche Entlastung von Geringverdienern unter anderem durch eine Senkung der Sozialversicherungsbeiträge als “absurd und nur kurzfristigen politischen Landgewinnen geschuldet.” Stattdessen sieht der 59-jährige Radiologe die Notwendigkeit, Reserven aufzubauen, um im Falle einer erneuten Krisen darauf zurückgreifen zu können.

Dagegen vertritt der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung eine konträre Auffassung und ließ über einen Sprecher mitteilen, dass der “Gesundheitsfonds keine Sparkasse” sei und es sinnvoller wäre, Zusatzbeiträge zu vermeiden oder Beiträge zu senken anstatt über die gesetzlichen Vorgaben hinaus Beitragsgelder als Reserve zurückzulegen.

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